17. Juni 2016
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Lieferkette zum Mars

Elon Musk möchte zum Mars. Das hat der Space-X-Gründer in jüngster Vergangenheit mehrfach betont. 2024 sollen endlich die ersten Astronauten hochfliegen. Das ist aber nur möglich, wenn vor dem Menschen die notwendige Ausrüstung vor Ort ist, die das Überleben bei minus 100 Grad ermöglicht: Sauerstoff, Schutz vor Sonnenstrahlung und Nahrung.

Bis der rote Planet für die Ankunft des ersten Menschen vorbereitet sein muss, ist aber noch viel Zeit. So lange will Musk aber nicht warten. Deshalb will er schon 2018 einen Vorstoß wagen – und eine unbemannte Raumkapsel hochschicken. Seine Mission: eine Lieferkette zum Mars. „Wir wollen eine Cargo-Route zum Mars zu etablieren. Eine regelmäßige Frachtlinie“, erklärt er. Diese soll alle 26 Monate stattfinden – wie ein Zug, der nach Fahrplan den Bahnhof verlässt. Laut Musk wäre sie mit Frachtschiffen auf dem Ozean, die Rohstoffe, Bauteile und Produkte von A nach B bringen, zu vergleichen. Die Waren sind ständig zwischen A und B in Bewegung. „Wissen die Wissenschaftler erst mal, dass regelmäßige Frachten zum Mars möglich sind, werden sie entsprechend planen und anfangen, diesen Bereich näher zu erforschen“, erwartet Musk.

Doch die Lieferkette zum Mars wird, wie man es sich denken kann, nicht ganz so einfach umzusetzen sein wie der Frachtverkehr auf dem Ozean. Besondere Herausforderungen sieht Musk in der Effizienz und Wirtschaftlichkeit sowie beim Timing. Immerhin beträgt die Entfernung zwischen Erde und Mars, je nachdem, wo sich die Planeten auf ihrer Bahn gerade befinden, 50 bis 400 Mio. km. Bei günstiger Konstellation würde eine Reise zum roten Planeten etwa ein halbes Jahr dauern. Dafür rechnet Musk aber mit verhältnismäßig geringen Kosten für die spektakuläre Lieferkette ins All.

Als Raumschiff sollen die „Dragon“-Kapseln dienen, mit denen Musks Firma Space X bereits zur Internationalen Raumstation ISS fliegt. Starten soll die Mission auf einer „Falcon Heavy“-Rakete“ Sie wird von 27 Motoren angetrieben und kann bis zu 13 t transportieren. Bisher ist sie aber noch nie gestartet. Basis der „Falcon Heavy“ ist die Rakete „Falcon 9“, mit der Space X bereits heute Satelliten startet und Versorgungsmaterial zur ISS bringt – bis auf einen Fall ohne Probleme. Ein ambitionierter Plan. Die Zeit wird zeigen, ob er funktioniert – wenn ja, dann stellt Musk wieder mal alle in den Schatten. (reg)

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