|  24. Juli 2015
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Rosen für die Liebenden

Wenn am morgigen Samstag zahlreiche Eheleute ihren Schatz mit einem Strauß Blumen zum Valentinstag überraschen, dann liegt hinter den auf die Blumenlogistik spezialisierten Dienstleistern ein echter Kraftakt. Vor allem Rosen sind an diesem besonderen Tag gefragt und müssen aus den Anbauländern in Afrika und Südamerika zunächst per Luftfracht über Hubs wie Amsterdam oder Frankfurt/Main eingeflogen und anschließend an die Blumenhändler in Mitteleuropa verteilt werden.

Lufthansa Cargo ist schon seit Ende Januar dabei, die langstieligen Schönheiten herbeizuschaffen. Der Carrier plant mit etwa 640 t aus Südamerika (Kolumbien und Ecuador) sowie 600 bis 700 t aus Kenia. Außer den regulären Flügen wird es dabei mindestens vier Charterflüge nach Frankfurt geben. Von dort aus werden die Blumen dann im ganzen Bundesgebiet verteilt.

Wie ausgefeilt die Logistik dahinter ist, zeigt das Beispiel des Swiss Flowers Network. Die drei Partner Gondrand International, Galliker Transport und J. van der Luyt & Zn. sorgen dafür, dass die Blumen vom Blumenhandelszentrum in Aalsmeer nahe dem Amsterdamer Flughafen rechtzeitig am Valentinstag bei den (Groß-)Händlern in der Schweiz ankommen. Dazu gehören die Import abfertigung und Transportplanung in den Niederlanden, die Zollabfertigung am Crossdock in Basel und die Distribution in der Schweiz innerhalb einer Nacht (siehe Zeitplan). Schon an einem normalen Tag gehen dabei fünf bis zehn LKW auf die Reise. Dazu gehören bis zu 50 Zollabfertigungen.

Doch was erwarten die Händler eigentlich von den Logistikdienstleistern? "Die Zeitplanung ist essenziell. Wir haben es am liebsten, wenn die LKW Aalsmeer so spät wie möglich am Abend verlassen und bei uns so früh wie möglich ankommen. Denn wir müssen als Großhändler die Blumen anschließend auch noch an un sere Kunden ausliefern", sagt Jean-Marc Crousaz aus Yvorne. Er ist Eigner von Crousaz Fleurs und Romandie Fleurs. Als weitere Faktoren für eine erfolgreiche Zusammenarbeit nennt er eine durchgängig sichere Temperaturführung und wettbewerbsfähige Preise.

Das Aufkommen an Rosen und Co. zum Valentinstag dürfte in diesem Jahr indes etwas geringer ausfallen als 2014. Ein Grund sei, dass der Valentinstag diesmal auf einen Samstag falle, sagt Crousaz. Viele Leute würden dann lieber Geld für Wochenendaktivitäten ausgeben. Zudem drücke der anstehende Karneval in einigen Regionen der Schweiz den Absatz.

Das kann Thomas Wittenburg, Pressesprecher beim Verband des Deutschen Blumen-, Groß- und Importhandels (BGI), nur bestätigen. "Dieses Jahr ist das Datum ziemlich schlecht", sagt er. Im vergangenen Jahr sei es deutlich besser gewesen. "Da lag der Valentinstag am Mittwoch nach Karneval."

Grämen müssen sich die Blumenlogistiker aber nicht. Der Rosenimport nach Deutschland ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen - auf zuletzt 1,25 Mrd. Stück. Und auch das nächste Highlight steht bevor. Am 8. März ist Weltfrauenta

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