|  18. Februar 2016
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Trucking ohne Angstschweiß

Einen Führerschein für LKW zu besitzen und damit auch fahren zu können, das sind zwei verschiedene Dinge. Das musste ich vor einigen Jahren bei einem Testtermin eines großen Herstellers erleben. Auf norwegischen Bergstraßen kam ich mit meiner auf Bundeswehr-LKW erworbenen Fahrpraxis überhaupt nicht zurecht und überließ das Steuer nach wenigen Hundert Metern dankbar dem Werksfahrer. Wie schön ist es doch, wenn man sich ganz ungefährdet am heimischen PC hinters Steuer setzen kann – in Form von Simulationsspielen.

Wer schon immer ein Faible für US-Trucks, die Freiheit des Fernfahrerlebens und den American Way of Driving hatte, dem kann jetzt mit dem „American Truck Simulator“ geholfen werden. Im Selbstversuch starte ich als Neuling und muss zunächst als Fahrer Geld verdienen, um dann mit ausreichender finanzieller Sicherheit den Sprung in die Selbstständigkeit mit der eigenen Truckingfirma zu wagen. Dabei kommen auf den Spielstraßen zwischen Redding und Las Vegas oder San Diego und Reno schnell etliche Meilen zusammen.

Die Spieleentwickler haben sich viel Mühe gegeben, die Landschaft und das Bild amerikanischer Städte wiederzugeben. Es gibt die Golden Gate Bridge in San Francisco, Wüstenkaffs und aufregende Küstenstraßen. Nettes Detail: Bei einer nächtlichen Tour schrecken mich kurz die über den Highway rollenden Tumbleweeds (Pflanzengattung Bodenläufer) auf. Auch das Verkehrsgeschehen erfordert einiges an Aufmerksamkeit, denn bei Rotlichtverstößen, Fahren ohne Licht oder Geschwindigkeitsüberschreitungen kassieren sofort die Hüter des Gesetzes mühsam erarbeitete Dollars.

Zwischen PKW, Transportern, Bussen und anderen Trucks seine Fracht hindurchzumanövrieren erfordert schon einiges an Geschick. Weil es nur am PC stattfindet, steige ich auch nicht mit schweißnassen Händen aus wie einst in Norwegen.

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