10. Februar 2017
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LIS AG greift Automobilindustrie unter die Arme

Autos können sehr schnell sein. Kraftfahrttechnische Transporte dagegen müssen sehr schnell sein. Beide Fälle unterscheiden sich zudem in einem weiteren Punkt: Zu schnelles Autofahren verursacht Bußgelder, wogegen schnelle Lieferungen Kosten sparen. Daher hat sich die Schnellecke Transport AG & Co. KG die Durchführung von Sammel- und Stückgut-Transporten im Bereich Automotive zur Aufgabe gemacht. Hierfür hat die LIS Logistische Informationssysteme AG gemeinsam mit Schnellecke ein spezielles Modul der Transport-Management-Software WinSped entwickelt und programmiert. Bei dieser Erweiterung handelt es sich um das sogenannte „Automotive Center“ für ablauforientierte Avis- und Auftragsabwicklung.

Aus einem bahnamtlichen Rollfuhrunternehmen und einem Möbeltransportbetrieb, der 1939 in Wolfsburg gegründet wurde, ging die Schnellecke Gruppe hervor. Erste regionale Transporte für Volkswagen übernahm der Betrieb dann ab 1967. Das stetige Wachstum der Folgejahre beschleunigte zudem die Aufnahme logistischer Dienstleistungen ab dem Jahr 1985. Mit einer weiteren Vergrößerung der angebotenen Leistungen durch die Expansion im Bereich der wertschöpfenden Logistik 1992 ging die Eröffnung des ersten europäischen Standorts in Brüssel einher. Zwei Jahre später stieg Schnellecke durch die Übernahme der KWD Karosseriewerke Dresden in die Produktion von Karosserieeinzelteilen und -baugruppen ein. In den folgenden Jahren bedeutete die Eröffnung von Niederlassungen in Südafrika, Mexiko, Tschechien, der Slowakei, Polen und China den Beginn der unternehmerischen Globalisierung. Als Teil von Schnellecke Logistics führt die Transport Holding Schnellecke Transport AG mehrere Gesellschaften wie die Schnellecke Transportlogistik GmbH sowie die Sachsentrans Spedition und Logistik GmbH zusammen und verbindet sieben Standorte mit mehr als 700 Mitarbeitern. Dabei handelt es sich um die Niederlassungen Wolfsburg, Braunschweig, Zwickau, Ludwigsfelde, Lozorno, Garbsen, Köln und Pamplona.

Neben der Durchführung von Transporten im Automotive-Bereich für beispielsweise Volkswagen, Audi, Skoda, Porsche und Daimler befasst sich das Unternehmen mit Zwischenwerksverkehren, JIT- und JIS-Transporten sowie Milk-Transporten. Zur Bewältigung der Herausforderungen nutzt Schnellecke seit dem 1. Juli 2016 die Speditionssoftware WinSped der LIS AG aus Greven. Auf der Suche nach einem System zur Abbildung aller logistischen Prozesse wurde Schnellecke mit WinSped fündig. „Uns war es wichtig, auch eine Ausrollung in internationale Standorte zu realisieren und somit die Transportsparte strategisch neu auszurichten. Ziel war es, einen deutlich effizienteren Support zu bekommen. Ein Dienstleister und dessen System müssen in der Lage sein, zukünftige Projekte und Neugeschäfte schnell und effizient zu entwickeln und diese in kürzester Zeit zu implementieren. Dies ist bei der LIS AG mit WinSped der Fall“, erklärt Thomas Lammer, Mitglied des Vorstands der Schnellecke Transport AG & Co. KG. Zuvor war eine Umsetzung und Abwicklung von neuen Prozessen nur mit hohem Aufwand und mit langer Umstellungszeit möglich. Außerdem gab es innerhalb der Gesellschaften und gesamten Sparte kaum abteilungsübergreifende, standardisierte Prozessabläufe.

Gemeinsame Modulentwicklung als Ausgangspunkt
Während des Auswahlprozesses in den Jahren 2014 und 2015 für ein neues System legte der Konzernbereich IT von Schnellecke besonders Wert auf funktionale und globale Aspekte, die Investitionssicherheit und die Kosten. Für die LIS AG und deren Software WinSped sprach zudem die langjährige Erfahrung im Bereich MTB-Abrechnung sowie Hallendisposition. „Da uns nur eine sehr kurze Planungs- und Implementierungsphase von acht Monaten zur Verfügung stand, haben wir uns für die LIS AG als starken und projekterfahrenen Partner entschieden“, sagt Lammer. In enger Zusammenarbeit entwickelten das vierköpfige Projektteam der Schnellecke Transport AG & Co. KG und die LIS AG das Modul Automotive Center für WinSped neu. Dieses Modul bietet Unternehmen Lösungen für ablauforientierte Avisierung und Auftragsabwicklung im VDA-Umfeld. „Das WinSped Automotive Center richtet sich an automotive Transporte im Voll-, Leergut- und Zwischenwerkverkehr und unterstützt auch die Abläufe von Gebietsspeditionen und Cross Docking. Zudem berücksichtigt das System die VDA-Werkstrukturen und führt den Anwender durch den gesamten Prozess“, so Volker Lückemeier, LIS-Vorstandsmitglied. Somit ist mit dem Automotive Center eine nahezu fehlerfreie Auftragserfassung inklusive der Ermittlung von Frachtzahler und systemseitiger Prüfung der Beziehung zwischen Auftraggeber, Versender und Empfänger möglich. Die Ablage aller Dokumente erfolgt bereits bei Auftragseingang.

Planung und Steuerung auf mehreren Ebenen
Ergänzend zum Automotive Center nutzt Schnellecke weitere Module der WinSped-Software wie das Flottenmanagement-System, das Fuhrparkmanagement, die Fahrzeugeinsatzplanung, die Fahrer-Vorplanung, das Abrechnungscenter, die Hallendisposition oder das Schadensmanagement. Durch das Zusammenspiel der unterschiedlichen Module entsteht für den Mehrwert-Logistikdienstleister eine transparente Darstellung von Kosten und Nutzen auf Fahrzeugebene. Die standortübergreifende Standardisierung aller systemgesteuerten Prozesse sorgt daneben für eine Effizienzsteigerung im Unternehmen. Sendungen verfolgt Schnellecke ferner auftragsbezogen in Echtzeit sowohl intern als auch für Kunden. So nutzen bereits rund 190 Mitarbeiter an drei Standorten der Sachsentrans Spedition und Logistik GmbH, Schnellecke Transportlogistik GmbH und Logtrans GmbH das System. Außerdem plant Schnellecke für 2017 die Anbindung von zwei weiteren Standorten. Insgesamt verwaltet die Software knapp 1300 eigene Einheiten und etwa 420 externe Fahrzeuge.

Auf dem Weg zu Digitalisierung 4.0
Laufende Prozesse und Aufträge permanent zu überblicken, stellt Unternehmen häufig vor große Herausforderungen. Die Verwendung von WinSped-Modulen, insbesondere des Automotive Centers, hilft, Auftragsinformationen in jedem Bereich übersichtlich darzustellen. In Verbindung mit Schnittstellen, beispielsweise zur Telematik des Unternehmens Trimble, werden Aufträge auf digitalem Wege übermittelt, wodurch deren Status jederzeit nachvollziehbar und prüfbar ist. „Besonders bei der Bearbeitung von 1500 Aufträgen pro Tag unterstützt WinSped uns in hohem Maße. Wir verfügen für jeden Fachbereich über Module, welche die Grundanforderungen systemseitig abbilden. Eine fehlerfreie Auftragserfassung mit Ermittlung von Frachtzahler und systemseitiger Prüfung der Beziehung zwischen Auftraggeber, Versender und Empfänger wurde im Zuge der Entwicklung mit dem Automotive Center konzipiert“, fasst David Hoffmann, Projektleiter von Schnellecke, zusammen. Mit der Anbindung externer Systeme und dem Zusammenwirken der WinSped-Module legt Schnellecke den Grundstein auf dem Weg zur Digitalisierung 4.0. „Mit der Einführung von WinSped ist es nun möglich, die notwendige abteilungs- und standortübergreifende Standardisierung von Prozessen durchzusetzen. Prozessabläufe und Deckungsbeiträge können mit WinSped ohne großen Aufwand im System analysiert werden“, resümiert Hoffmann.
(Quelle: Schnellecke Transport AG & Co. KG / LIS AG)

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