09. Januar 2018
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Hofer möchte Tempolimit in der Nacht für LKW aufheben

Ein neuer Besen kehrt gut, sagt man. Auf Österreichs neuen Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) zumindest passt das Sprichwort. Der Politiker möchte den sogenannten Nacht-60-er abschaffen – also die Tempobeschränkung von 60 km/h auf Autobahnen und Schnellstraßen für LKW über 7,5 t zwischen 22.00 Uhr und 05.00 Uhr. Dies ist der Branche schon lange ein Dorn im Auge. Und Experten warnen, dem Emissions- und Lärmrückgang stehe eine erhöhte Gefahr von Auffahrunfällen gegenüber. Auch bestehe die Gefahr, dass LKW-Fahrer ermüden. Für Aufregung sorgt indes Hofers Ankündigung, die Rettungsgasse auf Autobahnen überprüfen zu wollen.

Zudem will Hofer das zulässige PKW-Tempo auf Autobahnen auf 140 km/h erhöhen. Dies soll aber nur bei optimalen Verhältnissen, bei wenig Verkehr und nur eingebunden in Telematik-Systeme gelten. Freibrief fürs Rasen werde es aber keinen geben, verkündet er medial: "Nicht, dass jeder glaubt, er kann 190 km/h fahren."

Ende Dezember traf Hofer zudem den Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) in Wien um mit ihm über den Brenner-Transit-Gipfel am gestrigen Montag (8.1.) in München zu sprechen. Im Regierungsprogramm heißt es dazu: "Prüfung der Einrichtung von Güterverkehrskorridoren zur Minimierung von wirtschaftlichem Schaden durch Grenzkontrollen.“

Demgegenüber steht die derzeitige Tiroler Praxis der LKW-Blockabfertigungen, um den Transitverkehr einzudämmen. Zuletzt fand die Blockabfertigung am 8. Januar, dem Tag des Brenner-Gipfels, statt. Beim eigens eingerichteten Checkpoint Kufstein-Nord auf der Inntalautobahn A12 wurden ab 5.00 Uhr pro Stunde maximal 300 LKW Richtung Brenner durchgelassen. (sc/sr)

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