08. März 2017
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Große Koalition will Übernachten im LKW verbieten

Nach dem Willen der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD sollen LKW-Fahrer künftig verpflichtet werden, die wöchentlichen Ruhezeiten außerhalb ihres Fahrzeugs, an einer geeigneten Stelle zu verbringen. In einem Änderungsantrag, welcher der DVZ vorliegt, ergänzen die Fraktionen das Fahrpersonalgesetz dahingehend, dass die regelmäßige wöchentliche Ruhezeit nicht im Fahrzeug verbracht werden darf."Jetzt für die Logistik News anmelden"

„Die regelmäßige wöchentliche Ruhezeit wird nach Artikel 8 Absatz 6 auch dann nicht eingehalten, wenn diese im Fahrzeug oder an einem Ort ohne geeignete Schlafmöglichkeit verbracht wird“, heißt es in dem Formulierungsvorschlag für das Gesetz. Wenn ein Fahrer gezwungen sein sollte, in seinem LKW zu übernachten, weil keine geeignete Schlafmöglichkeit in der Nähe ist, könne er nicht nachhaltig regenerieren, argumentieren die Politiker. Das aber sei aus Gründen der Straßenverkehrssicherheit und des Gesundheitsschutzes Sinn und Zweck der regelmäßigen wöchentlichen Ruhezeiten. Der Regierungsentwurf hatte diesen Passus bisher offen gelassen. (sl)

Kommentare

Gregor Sailer 24. Mrz 2017 | 10:19 Uhr

So ein Blödsinn, kann nur den Theoretikern in Berlin und Brüssel einfallen. Klar, tun mir die Fahrer auch leid, wo nicht wie Ihre Kollegen eine eingerichtete Fahrerkabine haben - aber mit dieser Verordnung werden alle Fahrer gleich bestraft. Ueberlegen wir doch mal wieviele Raststätten im Bundesgebiet mit einem Hotel ausgerüstet sind......zudem hat es eh meist zu wenig Stellplätze auf den Raststätten für die LKW. Sollen die Fahrer jetzt etwas bei Wind und Wetter neben Ihren Fahrzeugen zelten ? Die Konsumenten und Kunden schreien ja eh schon wegen den hohen Transportkosten - was glaubt Ihr wie teuer dann die Transportkosten werden, wenn die Fahrer auch noch Uebernachtungskosten haben....denn auch diese Kosten müssen dann umgelegt werden. Oder ist das ein Versuch die überfüllten Rastplätze zu entlasten. Möchte mal sehen wie sich "Otto-Normalbürger" freut wenn die Strassen rund um die Pension neben an mit Sattelzügen voll stehen, denn die müssen ja auch irgendwo parken. Ist das ein Versuch die Übernachtungszahlen in Deutschland anzukurbeln ? Schnaps Idee !!

Andrew Mayersohn 24. Mrz 2017 | 13:29 Uhr

Hallo, aber was ist, wenn der Fahrer freiwillig und sehr gerne in seinem Truck bleibt, da er dort alles hat was ihm lieb ist? Gruß

Kai Reuter 26. Mrz 2017 | 13:10 Uhr

Wie soll Fernverkehr funktionieren, wenn die Fahrer immwer wieder zu Mama müssen? Von Hamburg nach Spanien, oder anders herum funktioniert nicht in einer Woche, das unterbinden die Sozialvorschriften. Was denken sich die Politiker dabei?
Zu dieser Vorstellung der naiven Politiker gibt es noch viele andere Beispiele.

Martin Strick 31. Mrz 2017 | 11:19 Uhr

Ich als Spediteur bin grundsätzlich damit einverstanden, daß der Fahrer sein Wochenende außerhalb des LKW verbringen sollte. Ich stelle zwar in Frage, daß er sich außerhalb des LKW besser erholen kann als in seinem angestammten Umfeld, aber wenn das Gesetz es vorschreibt, muß es auch eingehalten werden.
Eingehalten werden kann das Gesetz aber nur, wenn auch die Voraussetzungen dazu geschaffen wurden, d.h. bezahlbare Pensionen oder Hotels mit ausreichend bewachtem Parkraum in der Nähe. Oder soll der Fahrer am Sonntag feststellen, daß seine Ladung geklaut oder sein Diesel abgezapft wurde etc.?
Heutzutage reichen ja nicht einmal die Parkplätze auf den Autobahnen aus, um den Fahrern eine einigermaßen ruhige Wochenendruhezeit zu ermöglichen. Immerhin sind meistens Kollegen in der Nähe, die zumindest ein Auge mit auf die Ladung und den LKW haben und so Diebstahl erschwert wird.
Solange keine ausreichenden Voraussetzungen für die Unterbringung der Fahrer und das Abstellen der LKW geschaffen wurden, kann das Gesetz nicht umgesetzt werden und dann ggfs. auch noch Strafen verlangt werden.
Dann sollten sich die Fahrer solidarisieren und die Bestimmung umsetzen und einfach mal eine Stadtzufahrt in der Nähe von Hotels zustellen. Vielleicht werden die Politiker dann endlich wach. Immerhin haben diese ja selbst die Freizügigkeit der Transporte in Europa eingeführt, ohne sich die Folgen bewußt zu machen. Wenn jetzt einzelne Länder versuchen, die eigenen Transporteure zu schützen, so ist dies nicht der richtige Weg.

Heinrich Roll 31. Mrz 2017 | 12:31 Uhr

Die kleineren Unternehmen können das nicht leisten. Die Transportmultis werden an Knotenpunkten in Europa Container-Dörfer errichten. Irgend wo auf dem freien Feld ohne Infrastuktur. Dort können dann die Fahrer in Stockbetten zu 6 oder 8 im Container schlafen.
Wäre das sozialer Fortschritt.
Viel besser wäre wenn auf den neuen Großparkplätzen die für Millionen zur Zt. gebaut werden vernünftige Sanitäre Anlagen und Gastronomie eingerichtet werden.
Solche Entscheidungen können nur Insider mit LKW-Erfahrung im internat. Fernverkehr machen

oli lenobel 05. April 2017 | 18:02 Uhr

Mir tun die Fahrer leid es ist jetzt schon schwer eine Parkmöglichkeit zu finden und denoch sind alle Hotels zu teuer um sich zu bezahlen es ist ein Problem was jetzt in die wege kommt Die VerkehrsRuheZeit wird dann die Fahrer ersetzen und es wird schlimmer auf den Straßen

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