02. Februar 2017
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Zugunglück von Viareggio: Bahnmanager sollen in Haft

Die Verursacher des Zugunglücks im italienischen Viareggio sind wegen mehrfachen Totschlags zu hohen Haftstrafen verurteilt worden. Ein entsprechendes Urteil verhängte das Gericht in Lucca am Dienstag, 31. Januar, in erster Instanz. Mehrere Verurteilte kündigten den Gang in die Berufung an. Am 29. Juni 2009 war ein mit Flüssiggas beladener Zug in der Stadt Viareggio entgleist. In dem nachfolgenden Brand starben 32 Menschen."Jetzt für die Logistik News anmelden"

33 Einzelpersonen und neun Unternehmen wurden wegen verschiedener Delikte wie mehrfacher fahrlässiger Tötung, Brandstiftung, Körperverletzung und Verursachung eines Eisenbahnunglücks angeklagt. 10 der 33 Einzelangeklagten wurden freigesprochen.

Der ehemalige Geschäftsführer der Staatsbahn FS, Mauro Moretti, wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt. Der damalige Geschäftsführer des Netzbetreibers RFI, Michele Mario Elia, erhielt sieben Jahre und sechs Monate Haft, der ehemalige Geschäftsführer der FS-Güterverkehrstochter Trenitalia, Vincenzo Soprano, sieben Jahre. Weitere Haftstrafen von bis zu neun Jahren und neun Monaten erhielten Techniker und Manager von GATX Rail Deutschland, GATX Rail Austria sowie der deutschen Firma Jugenthal Waggon Hannover, die für die Wartung des entgleisten Kesselwaggons zuständig war. Hinzu kamen Geldstrafen von je 700.000 EUR für RFI und Trenitalia und je 480.000 EUR für GATX Rail Austria, GATX Rail Deutschland und Jugenthal Waggon Hannover.

Grund für die Entgleisung war der Bruch eines Radsatzes. Anschließend riss eine senkrecht im Boden als Markierung verankerte Schiene den Kesselwagen auf. (wkz/cm/kl)  

 

 

 

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