21. November 2017
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Europas Beste

Nina Brose ist glücklich. Als Europasiegerin im Nachwuchswettbewerb des Weltspediteurverbandes Fiata (siehe dazu auch www.disponaut.de/rubriken/mein-weg-meine-karriere) reiste sie kürzlich nach Kuala Lumpur, um dort um den Weltmeister-Titel zu kämpfen. Im Kämpfen kennt sich die 24-jährige Lübeckerin aus. Sie trägt den 2. Dan im Karate. Am Ende reichte es zwar nicht für den sogenannten Yiffa, den Young International Freight Forwarder of the Year Award. „Aber wir vier im Finale waren ja allesamt Gewinner der Regionen“, sagt Nina Brose. Letztlich habe sich Kanada den Over-all-Titel „gekrallt“, so die ehrgeizige junge Spediteurin, die mutmaßt: „Mein Thema war wohl nicht spektakulär genug.“

„Einfach mitmachen”
Spektakulär waren indes die vergangenen anderthalb Jahre. „Besser hätte es für mich nicht laufen können“, schwärmt Nina Brose im Gespräch mit dem Disponauten. Zunächst hatte sie im vergangenen Jahr den nationalen Nachwuchswettbewerb gewonnen, den der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) jährlich gemeinsam mit der DVZ organisiert. Es folgte in diesem Jahr der Europasieg. „Das alles hat mir viele Türen geöffnet“, freut sie sich und empfiehlt ihren jungen Kolleginnen und Kollegen: „Einfach mitmachen, auch wenn man immer glaubt, da geht ja sowieso nichts.“

Bei Nina Brose ging und geht nach diesen Erfolgen eine Menge. Nächstes Ziel ist beispielsweise am 24. November das schweizerische St. Gallen. Dort nimmt sie an einem Speed-Dating teil. Dabei treffen nicht Liebesuchende aufeinander, sondern Nachwuchs- auf Führungskräfte. „Das passt und hört sich spannend an“, findet Nina Brose und schlussfolgert: „Diese Tür wäre wohl ohne den Nachwuchswettbewerb niemals aufgegangen.“

Studium an der DAV
Apropos Führungskraft: Um selbst eine zu werden, hat Nina Brose einen handfesten Plan. Dazu gehörte auch die Trennung von ihrer Ausbildungsfirma Bruhn Spedition in Lübeck – natürlich im Guten. Dort war sie zuletzt im Bereich Export/Import Skandinavien tätig. Und noch im „Bruhn-Trikot“ nahm sie am „Fiata-Wettkampf“ (30. September bis 8. Oktober) teil. Direkt danach, am 9. Oktober, folgte der nächste bedeutende Schritt: die Einschreibung bei der Deutschen Außenhandels- und Verkehrsakademie (DAV) in Bremen. Dort studiert sie Internationales Logistikmanagement im Rahmen eines ganz neuen, innovativen Studiengangs mit Doppelabschluss Bachelor of Science und Betriebswirt. „Wo bekommt man sonst einen Bachelor in zwei Jahren?“, sagt Nina Brose. Das Studium sei zwar nicht ganz kostenlos, „aber mit einem Aufstiegs-BAföG muss ich nur noch die Restsumme von 8.000 Euro stemmen“, sagt sie.

Plan und Taktik
Und dann kann die angestrebte leitende Position kommen. „Gerne im Norden“, verrät sie dem Disponauten. „Aber grundsätzlich bin ich für alles offen und möchte mich nicht zu früh festlegen.“ Das hört sich nicht nur nach einem Plan, sondern auch nach der richtigen Taktik an. Die ist wichtig, um zu siegen. Nina Brose ist ein Siegertyp. (tof)

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