13. Juni 2017
placeholder placeholder placeholder placeholder placeholder

Die smarte Weiterbildung

Für E-Learning sprechen zahlreiche Argumente. Der Arbeitnehmer, der daheim oder während der Arbeit am Desktop, Laptop, Tablet oder Smart-TV lernt, kann abhängig von Arbeitszeiten, Lebensgewohnheiten oder auch Biorhythmus selbst entscheiden, wann er welche Lektionen abruft. Der Arbeitgeber spart Ausgaben für Präsenzseminare inklusive Reisespesen und verzeichnet geringere Fehlzeiten am Arbeitsplatz. "Jetzt nichts mehr verpassen und kostenlos den Disponaut Newsletter abonnieren"

Weil im Logistikmarkt überbetriebliche Angebote bislang gefehlt haben, gab es E-Learing fast nur in der innerbetrieblichen Weiterbildung. Vor allem 24Plus, Dachser, DB Schenker, Hoyer, Meyer Logistik und andere bekannte Konzerne und Kooperationen haben während der vergangenen Jahre in digitales Lernen investiert und durchweg erfreuliche Erfahrungen gemacht. Für Lehrstoff, der immer wieder neu gelernt werden müsse, sei E-Learning einfach die bessere Alternative, heißt es bei Hoyer. Weiter spreche die Reichweite für Onlinetrainings. Alle Mitarbeiter in den weltweit 115 Ländern mit Hoyer-Präsenz können auf deren Inhalte zugreifen.

An solche Erfahrungen knüpft Spedifort an. Das Weiterbildungsportal des Dienstleisters und Start-ups INN-ovativ KG im oberbayerischen Kiefersfelden, das von der Dettendorfer-Gruppe und der Tiroler Unternehmensberatung Adviser gegründet wurde, wendet sich vor allem an Dispositionsmitarbeiter. Das Spektrum des E-Learning-Angebotes umfasst dabei 15 Themenfelder, darunter Gefahrgutvorschriften, Ladungssicherung und Schadensversicherung, über „Englisch für Speditionen“ bis zu Kundenakquise und Verzollung.

Jeden Tag 15 Minuten online lernen 
„Spedifort eröffnet nahezu jedem Dispositionsmitarbeiter vielfältige Möglichkeiten für seine berufliche Weiterentwicklung“, sagt Andreas Rinnhofer, Geschäftsführer von INN-ovativ. „Vor allem Kollegen, die ihre Berufslaufbahn in der Logistik beginnen oder von anderen Berufen hierher wechseln, haben einen leichteren Start.“

Die meisten Kurse können in 20 Arbeitstagen absolviert werden und fußen auf einem einheitlichen Konzept: Der Teilnehmer nimmt sich jeden Tag wenigstens 15 Minuten für eine Lerneinheit und studiert die Kursinhalte ausschließlich online. Er kann jedoch einzelne Aufgaben nur lösen, wenn er mit seinen Arbeitskollegen Rücksprache hält oder Unterlagen seines Arbeitgebers prüft. „Solche Unterbrechungen sorgen dafür, dass der Lehrstoff dauerhaft im Gedächtnis bleibt“, erläutert Rinnhofer das pädagogische Konzept.Die Standardkurse sind in Deutsch verfügbar. „Individuelle Kurse können aber in jeder Sprache erstellt werden“, konkretisiert Rinnhofer auf DVZ-Nachfrage. Einzelne Unterweisungen für gewerbliche Mitarbeiter würden bereits in sämtlichen osteuropäischen Sprachen angeboten. "Jetzt nichts mehr verpassen und kostenlos den Disponaut Newsletter abonnieren"

Wenige Wochen nach dem Start registriert Rinnhofer vor allem für den Quereinsteiger-Kurs „Vom Anfänger zum Disponenten“ eine überraschend hohe Nachfrage. Weit über 100 Interessenten haben dieses Produkt, das in 30 Einheiten Praxistipps mit rechtlichen Infos und Hintergrundwissen bündelt, gebucht. Außerdem werden die Teilnehmer angehalten, sich über den Betrieb ihres neues Arbeitgebers genau zu informieren.

Für Rinnhofer ist diese Entwicklung ein Indiz, dass immer mehr Arbeitgeber eine schnelle Einarbeitung auf Basis von berufsübergreifendem Detailwissen wünschen. „Viele Unternehmen erwarten von einem Disponenten, dass er nicht nur über Verladungen, sondern auch über Ladungssicherungen und andere Fahrertätigkeiten Bescheid weiß“, sagt der Weiterbildungsexperte. Außerdem sollen Spedifort-Kurse die Disponenten mit neuen Entwicklungen in der Fahrzeugtechnik vertraut machen. In Kooperation mit bekannten Speditionen wie Ansorge führt die Plattform zum Beispiel in die Besonderheiten des Lang-LKW ein.

Auch die rege Nachfrage nach Kursen für Fachenglisch und Neukundengewinnung zeigt, dass von Disponenten mehr erwartet wird als die Koordination von Transporten oder die Optimierung der Lagerwirtschaft. „Wir entwickeln außerdem individuelle Kurse, die unternehmensspezifische Anforderungen an Mitarbeiter zum Inhalt haben“, sagt Rinnhofer.

Erste Anfragen von Speditionen 
Auch für dieses Angebot liegen bereits erste Anfragen von Speditionen wie Finsterwalder vor. „Wir haben für Azubis und Abteilungsleiter Kurse gebucht“, bestätigt Geschäftsführer Michael Finsterwalder. Jetzt plant er Weiterbildungen, die Disponenten über das besondere Equipment von Finsterwalder-Zügen aufklären. "Jetzt nichts mehr verpassen und kostenlos den Disponaut Newsletter abonnieren"

Eine Spezialität des Unternehmens sind beispielsweise temperaturgeführte Gefahrguttransporte in unternehmensspezifischen Kühlaufbauten. Jeder Kurs schließt mit einem ­Multiple-Choice-Test ab, der Prüfungsfragen der täglichen Lerneinheiten wiederholt. Wenn der Teilnehmer die Prüfung besteht, kann er das Zertifikat sofort herunterladen. Die Personalabteilungen sehen an den Downloads, welche Kollegen die Kurse bereits absolviert haben und welche nochmals an die Teilnahme erinnert werden müssen. (bot)

Kommentare

Kommentar veröffentlichen
Nur an die Redaktion senden

Captcha:*



* - Pflichtfeld