09. Januar 2018
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BMVI erweitert das Streckennetz für Lang-LKW

Lang-LKW in Deutschland können vom 29.12.2017 an auf zusätzlichen Strecken fahren. Das geht aus der 8. Änderungsverordnung zum Feldversuch Lang-Lkw hervor, die das Bundesverkehrsministerium (BMVI) nach langem Warten kurz vor Ende des Jahres veröffentlicht hat. Die Transportbranche hatte bereits im Frühjahr auf die Verordnung gehofft. Damit weitet das Ministerium das Positivnetz um die von den Bundesländern gemeldeten Strecken weiter aus. Es erstreckt sich damit über 15 Bundesländer.

Seit dem 1. Januar 2017 fahren Lang-Lkw im streckenbezogenen Dauerbetrieb auf Basis des bestehenden Positivnetzes. Die Bundesländer prüfen dazu kontinuierlich Streckenwünsche interessierter Unternehmen auf Eignung und melden diese an den Bund. Das Streckennetz wird auf dieser Grundlage vom BMVI aktualisiert. Dies erfolgt im Rahmen einer Änderungsverordnung.

Wichtigste Neuerungen der aktuellen 8. Änderungsverordnung sind:

Rheinland-Pfalz und das Saarland melden erstmals Strecken. Beide Länder erlauben darüber hinaus den flächendeckenden Einsatz des sogenannten verlängerten Sattelaufliegers (Lang LKW Typ 1). Auch in Sachsen-Anhalt darf der verlängerte Sattelauflieger nun flächendeckend fahren. Bisher war dies dort nicht erlaubt. Nordrhein-Westfalen hat erstmals eigene Strecken für alle Lang-LKW-Typen gemeldet. Bisher war dort nur der Typ 1 zugelassenDie bestehende Befristung der Zulassung für den Lang-LKW Typ 2 kann aufgehoben werden. Nach Durchführung weiterer Untersuchungen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) kann nun auch dieser Fahrzeugtyp dauerhaft in Deutschland auf dem Positivnetz fahren.

Die 8. Änderungsverordnung ist am 28. Dezember 2017 im Bundesanzeiger veröffentlicht worden und traf am Tag danach in Kraft, teilte das Ministerium mit. Eine Liste mit den neuen Strecken, den BASt-Bericht zum Lang-LKW-Typ 2 und weitere Informationen zum Lang-LKW sind unter www.bmvi.de/LangLkw zu finden.

Der Abschlussbericht der BAST zum Feldversuch mit Lang-LKW wurde im Herbst 2016 veröffentlicht. Laut BAST überwiegen die positiven Auswirkungen auf den Verkehr. So sollen zwei Lang-LKW-Fahrten drei Fahrten mit herkömmlichen LKW ersetzen. Effizienzgewinne und Kraftstoffersparnisse bezifferte das Amt zwischen 15 Prozent und 25 Prozent. Es ergebe sich kein erhöhter Erhaltungsaufwand für die Infrastruktur und Verlagerungseffekte von der Schiene auf die Straße seien nicht zu befürchten. Kritiker des Lang-LKW sehen das anders. Sie fürchten durch die 25.25 m langen Fahrzeuge eine stärkere Konkurrenz für die Schiene.

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