06. August 2018

Logwin steigert Marge deutlich

Der Logistikkonzern Logwin mit Sitz in Grevenmacher (Luxemburg) hat im ersten Halbjahr 2018 einen Umsatz von 540,1 Mio. EUR erzielt und damit 0,2 Prozent weniger als in der Vorjahreshälfte. Das Unternehmen rechnet aber mit einem leichten Wachstum für das Gesamtjahr. Das geht aus dem jetzt vorgelegten Zwischenlagebericht hervor.

Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem deutlich gesunkenen Frachtratenniveau in der Seefracht sowie aus der Beendigung eines Sonderprojekts und der Schließung eines defizitären Standorts in der Kontraktlogistik. Umsatzmindernd (6,5 Mio. EUR) habe sich zudem die Anwendung neuer Rechnungslegungsstandards ausgewirkt.

Der operative Gewinn (Ebita) legte im ersten Halbjahr allerdings deutlich um 23,9 Prozent auf rund 22,9 Mio. EUR zu. Damit erhöhte sich die operative Marge von 3,4 auf 4,2 Prozent.

Steigende Volumina in der Luft- und Seefracht

Wesentlich zur Verbesserung beigetragen hat die Sparte Luft- und Seefracht mit einem Ergebnisplus von 20,7 Prozent (21,1 Mio. EUR). Vor allem das steigende Frachtvolumen in nahezu allen Fahrtgebieten habe sich hier positiv ausgewirkt, heißt es. Die Marge stieg von 4,9 auf 5,8 Prozent.

Auch im Geschäftsfeld Kontraktlogistik, Solutions genannt, konnte der Konzern den operativen Gewinn steigern, hier um 7,4 Prozent auf 4,8 Mio. EUR. Mengenzuwächse, Kostensenkungen und der Wegfall von Sondereffekten haben hier Logwin zufolge den Anstieg bewirkt. Die Marge erhöhte sich von 2,4 auf 2,7 Prozent.

Bei den rund 3 Mio. EUR, die beim gesamten operativen Ergebnis „fehlen“ handelt es sich nach Unternehmensangaben um die nicht auf die beiden Geschäftsfelder verrechneten Kosten, sogenannte Holdingkosten.

Der Periodengewinn des Konzerns beläuft sich im ersten Halbjahr auf 17,8 Mio. EUR (plus 35,8 Prozent).

Cashflow wieder im positiven Bereich

Der Netto-Cashflow lag mit 0,6 Mio. EUR wieder im positiven Bereich nach dem Vorjahreswert von minus 22,6 Mio. EUR. Dabei verzeichnete der Konzern Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit in Höhe von 4,3 Mio. EUR (2017: minus 14,9 Mio. EUR). Die Investitionen betrugen 4,6 Mio. EUR (2017: 7,6 Mio. EUR). „Auf Basis der erwarteten erhöhten Ergebnisentwicklung sowie der unverändert hohen Anstrengungen zur Optimierung des Working Capital geht der Logwin-Konzern entsprechend von einer weiteren Erhöhung des Netto-Cashflows aus“, heißt es im Ausblick des Berichts.

Die Nettoliquidität betrug zum 30. Juni 109 Mio. EUR und befand sich damit laut Bericht auf einem hohen Niveau (31. Dezember 2017: 116,5 Mio. EUR). Bedingt durch das positive Periodenergebnis erhöhte sich die Eigenkapitalquote von 36,6 auf 39,4 Prozent. (cs)

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