13. Juli 2016

2500 Brücken „nicht ausreichend“ / „ungenügend“

Rheinbrücke Leverkusen, Talbrücke Schraudenbach, Talbrücke Fechingen und Schiersteiner Brücke – diese Bauwerke sind nur die Spitze des Eisbergs, geht es um das Thema „Marode Brücken“ in Deutschland. Von den rund 39.000 Brücken im Zuge von Bundesautobahnen und Fernstraßen gelten zahlreiche als sanierungsbedürftig. Allein, es fehlt das Geld dafür.

Um sicherzustellen, dass die Brücken nicht einstürzen, werden sie kontinuierlich von Experten überprüft und ihr Zustand benotet, ähnlich wie in der Schule. Diese Benotung hat die Redaktion der „Welt“ jetzt als Grundlage für eine umfangreiche Analyse (Stand: März 2016) genommen und die daraus gewonnen Daten im Internet grafisch und tabellarisch aufbereitet. Die Erkenntnisse daraus kurz zusammengefasst:

Jede vierte deutsche Fernstraßenbrücke befindet sich in ordentlichem Zustand.Zwei Drittel der Bauwerke – 35.800 Brücken und Teilbrücken – fallen in die Zustandsklassen „befriedigend“ (2,0 bis 2,4) und „ausreichend“ (2,5 bis 2,9).Rund fünf Prozent der Bauwerke, etwa 2500 Objekte, gelten als „nicht ausreichend“ (3,0 bis 3,4) oder gar „ungenügend“ (3,5 bis 4,0).

Das von der „Welt“ veröffentlichte Material zeigt, wie es um jede einzelne Brücke bestellt ist. Die Daten dafür stammen aus Datenbanken der Bundesanstalt für Straßenwesen. Gegen ihre Veröffentlichung hatte sich das Bundesverkehrsministerium jahrelang gesträubt. Erst nach einem langen Rechtsstreit ist es der „Welt” nach eigener Darstellung gelungen, die Daten zu jeder einzelnen Fernstraßenbrücke des Landes zu bekommen. Der komplette Datensatz ist in einem Google Spreadsheet abrufbar und kann heruntergeladen werden. Die Tabelle enthält Angaben zu Bauwerksnummern, Namen, Bundesländern, Geokoordinaten, Flächen, Baujahren, sowie den Zustandsnoten und -klassen mit Stand März 2016, September 2015 und September 2014. (sm)

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