21. Dezember 2016

Bund verzichtet teilweise auf Weservertiefung

Der Bund will zunächst auf eine Vertiefung der Weser zwischen Bremen und Brake verzichten. Dies teilte die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes mit.

Das Bundesverwaltungsgericht hatte im September den Planfeststellungsbeschluss zur Außen- und Unterweservertiefung in Teilen als rechtswidrig erklärt. Nach der Auswertung der Urteilsbegründung und unter Berücksichtigung neuer Erkenntnisse werde nun die Fahrrinnenanpassung zwischen Brake und Bremen zurückgestellt. Dies geschehe zur schnelleren und rechtssicheren Umsetzung der Projekte Unterweser Nord (Bremerhaven bis Brake) und Außenweser (See bis Bremerhaven).

Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) begrüßte die Entscheidung des Bundes. Er nannte die Bevorzugung der Hafenstandorte "sinnvoll und nachvollziehbar". "Jetzt ist es wichtig, den Ausbau bis Brake schnell umzusetzen, um der Wirtschaft die notwendige Planungssicherheit für zukünftige Investitionen zu geben, damit unsere Häfen eine gute Perspektive haben."

Die Handelskammer Bremen begrüßte zwar das Ziel, den Ausbau der Außenweser zu beschleunigen. Allerdings sei auch der Abschnitt zwischen Bremen und Brake als "vordringlicher Bedarf mit Engpassbeseitigung" im Bundesverkehrswegeplan aufgenommen. Er sei aus Sicht der Kammer unverzichtbar. (dpa)

Kommentare

Kommentar veröffentlichen
Nur an die Redaktion senden

Captcha:*



* - Pflichtfeld