24. Januar 2017

Frost behindert Neckar-Schifffahrt - 25 Frachtschiffe liegen fest

Das frostige Winterwetter sorgt weiterhin für Behinderungen in der Schifffahrt auf dem unteren Neckar. Die Schleusentore bei Neckargemünd und Schwabenheim seien wegen der Kälte derzeit nicht in Betrieb, teilte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) in Heidelberg am Dienstag mit. Der anhaltende Frost sorge dafür, dass die Hydraulik versagt und Eismassen die Tore verstopfen. 25 Frachtschiffe liegen wegen der Schleusensperrung nun auf dem Abschnitt zwischen Mannheim und Hirschhorn (Hessen) fest.

Nach WSA-Prognose bleiben die Schleusen auch in den nächsten Tagen noch außer Betrieb, da die Eisbildung weiter anhalte. Die Eisbrecher "Worms" und "Maxau" sind auf dem unteren Neckar unterwegs, um die Eisschicht zu brechen. Zwischen Gundelsheim und Heilbronn beträgt die Eisdicke derzeit lediglich rund einen Zentimeter. Dort setzt die Behörde kleinere Boote für den Eisaufbruch ein.

Auf dem Neckar rund um Stuttgart ist die Situation dagegen etwas entspannter. "Im Moment können wir alle Schleusen freihalten", sagte ein WSA-Sprecher in Stuttgart. Mithilfe von Luftsprudelanlagen werde warme Luft unter der Wasseroberfläche an die Schleusentore geblasen, um Eisbildung zu verhindern.

Dass der Neckar zufriert, kommt den Angaben zufolge nicht allzu häufig vor, da die Perioden mit lang anhaltendem strengen Frost selten sind. Zuletzt war der Neckar laut WSA im Winter 2012 zugefroren. (dpa/tof)

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