18. Januar 2017

Kälte behindert zunehmend Schifffahrt auf Main-Donau-Kanal

Die eisige Kälte in Bayern behindert zunehmend die Schifffahrt auf dem Main-Donau-Kanal. Um die wichtige Wasserstraße befahrbar zu halten, seien auf dem kritischen Abschnitt zwischen Erlangen und Hilpoltstein (Landkreis Roth) inzwischen drei Eisbrecher unterwegs, berichtete ein Mitarbeiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Nürnberg am Mittwoch. Ein vierter Eisbrecher sei bereits angefordert.

Dank der Spezialschiffe sei derzeit die Schifffahrt noch möglich - allerdings nur noch zwischen 6.00 Uhr und 20.00 Uhr. Wie lange die Fahrrinne noch zur Verfügung steht, sei angesichts der Wetteraussichten unklar. "Es soll ja auch in der kommenden Woche kalt bleiben. Und irgendwann ist halt Schluss", sagte der Behördenmitarbeiter. Bis Mittwoch hatte sich auf dem Main-Donau-Kanal im Nürnberger Abschnitt eine 25 Zentimeter dicke Eisschicht gebildet.

Kritisch sei die Lage vor allem vor und in den Schleusen. Frachtschiffe schöben beim Einfahren regelmäßig größere Eismassen in die Kammern. Um Schleusentore und Zufahrten eisfrei zu halten, rückten daher Mitarbeiter den Eisschollen mit langen Stangen zu Leibe. Um die Einsatzkräfte nicht in Gefahr zu bringen, sei die Schifffahrt in dem kritischen Abschnitt inzwischen in den Nachtstunden eingestellt worden. Längere Schiffe würden auch tagsüber nicht mehr geschleust. (dpa)

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