07. Februar 2017

Milliarden für Österreichs Straßen und Tunnel

Die österreichische Asfinag hat in Wien ihr Investitionsprogramm für das Jahr 2017 vorgestellt. 1,2 Mrd. EUR sollen in Autobahnen und Bundesstraßen, in Neubau und den Erhalt von Tunneln fließen. Im Gegensatz zu Deutschland speisen sich die Mittel fast ausschließlich aus den Einnahmen der LKW-Maut und PKW-Vignette."Jetzt für die Logistik News anmelden"

„Rund 530 Mio. EUR der Gesamtsumme fließen in den Neubau von Strecken und in zweite Tunnelröhren“, sagten die Asfinag-Vorstände Alois Schedl und Klaus Schierhackl. 470 Mio. EUR seien für den Erhalt bestehender Straßen und Tunnel reserviert, darunter die Schnellstraßen 3, 7 und 36 nahe der tschechischen und ungarischen Grenze sowie in der Steiermark. Ein weiterer Investitionsschwerpunkt liege auf mehr als 30 Tunnelanlagen. In diesem Jahr stehe die A9 (Pyhrnachse) im Fokus. Darüber hinaus führe die Asfinag 2017 Generalsanierungen auf der A23 (Wiener Südosttangente), der A2 (Südautobahn), der A4 (Ostautobahn) sowie der A8 (Innkreisautobahn) durch.

Verkehrssicherheit im Fokus
Die Asfinag investiert überdies in Videosysteme, die Überladungen von LKW erkennen können. „Die Daten dieser schwarzen Schafe werden an die Polizei weitergeleitet“, so die Asfinag-Vorstände. Neben der Infrastruktur legt die Gesellschaft einen Schwerpunkt auf die Verkehrssicherheit.

200 Mio. EUR sollen in die Neuausrichtung des LKW-Mautsystems fließen. Die Asfinag erteilte T-Systems in Österreich bereits im Sommer 2016 den Zuschlag für das neue Zentralsystem. Der Auftrag umfasst den Betrieb der IT-Systeme für die Mautverrechnung der rund 230 Vertriebsstellen im In- und Ausland sowie der 48 mobilen Kontrolleinheiten."Jetzt für die Logistik News anmelden"

„Wichtig ist uns die Interoperabilität mit ausländischen Mautsystemen“, so Schierhackl. Das System mit den österreichischen Go-Boxen, die wie die deutschen On-Board-Units in den Fahrzeugen installiert sind, sollen künftig auch ausländische Anwendungen auslesen können. Bisher bestehen Kooperationen mit der deutschen Toll2go und der Schweizer Emotach. Auch die österreichischen Go-Boxen sollen in Ländern auslesbar sein, die ein solches System anwenden. Ihre Go-Box International in Skandinavien stellt die Asfinag allerdings zum 1. Juli 2017 ein, weil sie sich dem Unternehmen zufolge nicht rechnet. (sc/sl)

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