25. Januar 2017

Schifffahrt auf dem Necker - leichte Entspannung

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) in Heidelberg teilt mit, dass die Störungen bei Neckargemünd und Schwabenheim behoben seien. Die Lage habe sich etwas entspannt. "Die Schiffe können nach und nach passieren", sagte Johanna Reek vom WSA Heidelberg. Mitarbeiter würden die Eisschollen aus den Nischen der Schleusentore in Neckargemünd mit der Hand entfernen. "Mit Einbruch der Dunkelheit müssen die Arbeiten aus Sicherheitsgründen eingestellt werden", sagte Reek. Nach wie vor seien Eisbrecher im Einsatz. "Die weitere Entwicklung ist abhängig von den Temperaturen."

Die Eisbrecher "Worms" und "Maxau" waren auf dem unteren Neckar unterwegs, um die Eisschicht zu brechen. Sie werden zwischen Neckarsteinach und Hirschhorn sowie zwischen Schwabenheim und Heidelberg eingesetzt. Zwischen Gundelsheim und Heilbronn arbeiten kleinere Boote. Dort beträgt die Eisdicke rund einen Zentimeter.

Das aufgebrochene Eis werde über Wehre abgeführt, sagte Reek. Damit die Anlagen bei den kalten Temperaturen beweglich bleiben, hat die Behörde den Wasserstand um rund 20 Zentimeter gesenkt. So könne das Flusswasser über Wehre abfließen, um ein Vereisen zu verhindern.

Auf dem Neckar rund um Stuttgart war die Situation etwas entspannter. Eisbrecher waren dort nicht im Einsatz. "Im Moment können wir alle Schleusen frei halten", sagte ein WSA-Sprecher in Stuttgart. Mithilfe von Luftsprudelanlagen werde warme Luft unter der Wasseroberfläche an die Schleusentore geblasen, um Eisbildung zu verhindern.

Am Rhein gab es keine Beeinträchtigungen in der Schifffahrt. "Die Strecke ist frei", sagte ein WSA-Mitarbeiter in Freiburg. Gründe dafür seien, dass der Rhein schneller fließe und die Wassertemperaturen noch knapp über dem Gefrierpunkt lägen.

Dem Deutschen Wetterdienst (DWD) in Stuttgart zufolge bleiben die Temperaturen mindestens bis zum Wochenende sowohl nachts als auch tagsüber frostig. Ab Donnerstag könnten die Temperaturen in den nördlichen Landesteilen knapp über die Null-Grad-Marke klettern, sagte eine DWD-Meteorologin. Für ein schnelles Abschmelzen des Eises werde dieser leichte Anstieg aber kaum sorgen, hieß es. (dpa/tof)

Kommentare

Kommentar veröffentlichen
Nur an die Redaktion senden

Captcha:*



* - Pflichtfeld