|  26. Februar 2019

Damit Transporte nicht zur Baustelle werden

Baken, Absturzsicherungen, Leuchten, Fußplatten, Leitkegel: Baustellen in Deutschland sind vielerorts mit den Produkten der Wemas Absperrtechnik GmbH ausgestattet. In Nordrhein-Westfalen produziert, kommen die Produkte zur Verkehrssicherung im gesamten Bundesgebiet und in der Dach-Region zum Einsatz. Für die Disponenten des Gütersloher Unternehmens bedeutet das: Sie müssen sicherstellen, dass Kunden in der Regel innerhalb von 24 bis 48 Stunden beliefert werden.

Zeit ist Geld. Und in der Branche von Stefan Watzlawek auch ein Sicherheitsfaktor. Denn wo gebuddelt und gebaggert wird, wo Straßen und Wege erneuert werden, besteht eine Verkehrssicherungspflicht. Deshalb hat sich der Logistikleiter von Wemas entschlossen, seine Transportprozesse zu optimieren. „Wir waren mit der Leistung unseres bestehenden Hauptspediteurs nicht mehr zufrieden“, berichtet Watzlawek. Und auch bei der Auftragsabwicklung sei noch viel Luft nach oben gewesen. „Unser Ziel war es, in der Steuerung und Umsetzung der Transportaufträge schneller und effizienter zu werden.“

Alles kommt auf den Prüfstand

Bei der Suche nach Lösungsmöglichkeiten stellt der – nach eigenen Angaben – Marktführer für integrierte, zertifizierte Straßenabsperrtechnik alles auf den Prüfstand: IT-Systeme, Schnittstellen, Disposition, den Workflow im Unternehmen, die Performance angeschlossener Transport- und Logistikdienstleister, Prozesskosten. Die Suche nach Optimierungsmöglichkeiten führte Watzlawek vor einem Jahr zu Timocom.

In das Smart Logistics System des IT-Unternehmens ist ein Logistiknetzwerk aus mehr als 40.000 geprüften Kunden integriert. Innerhalb von acht Monaten vergibt der Logistikleiter über Timocom 2.221 Transportaufträge an 855 verschiedene Auftragnehmer und wickelt diese digital über das System des Unternehmens ab. Beliefert werden von Wemas sowohl Großhändler als auch Dienstleister für die Verkehrssicherung in den Marktsegmenten Verkehrssicherung, Infrastruktur und Bau, überwiegend in der Dach-Region, aber auch in den Beneluxstaaten und in Skandinavien.

Kein Aktenwälzen mehr

Die digitale Auftragsabwicklung böte elementare Vorteile, so Watzlawek. „Wir sind konkurrenzfähig und haben uns von unnötigen Papiermengen befreit.“ Zudem mache die Digitalisierung sein Unternehmen konkurrenzfähiger. „Wir sind mit den digitalen Anwendungen von Timocom deutlich schneller in der Vergabe und Bearbeitung unserer Transportaufträge“, beschreibt Watzlawek einen Vorteil. Entscheidend sei aber die Archivierungsfunktion für Transportaufträge. Das Wälzen von Aktenordnern gehöre damit der Vergangenheit an.

Schnelle Transportpartner-Suche

Wesentlich effizienter verläuft heute die Suche nach passenden Transportpartnern über das im System integrierte Firmenverzeichnis. „Über die Suchfunktion können wir in wenigen Sekunden Frachtführer mit Fahrzeugen finden, die einen Mitnahmestapler haben“, erläutert Watzlawek an einem Beispiel. Alle Pflichtfelder, die eine gezielte Suche ermöglichen, sind von Nutzern, die ihre Dienstleistungen über Timocom am Markt anbieten, im System hinterlegt. Fünf Frachtführer für regelmäßige Touren wurden zusätzlich über die integrierte Ausschreibungsanwendung gefunden.

Der Zeitpunkt für den Schritt in die digitale Welt der Logistik ist bei Wemas gut gewählt. Erst Mitte vergangenen Jahres hat das westfälische Unternehmen, das mit 130 Mitarbeitern 2017 einen Jahresumsatz von knapp 39 Mio. EUR erzielte, sein Produkt- und Serviceportfolio erweitert. Durch eine Firmenübernahme ist Wemas heute auch im angrenzenden Geschäftsfeld der mobilen, aktiven Verkehrssicherung tätig.

„Wir würden uns außerdem über eine Funktion freuen, mit der wir Rechnungen und Ausführungsnachweise direkt dem jeweiligen Transportauftrag zuordnen können“, adressiert Watzlawek einen Wunsch an den Systemanbieter. Seine Vorstellung: „Bei der jährlichen Wirtschaftsprüfung wären dann alle Informationen an einem zentralen Ort zu finden – das spart Zeit und ist für uns ein absoluter Mehrwert.“

Weiteres Optimierungspotenzial verspricht sich der Logistiker in der Disposition und Auftragsabwicklung von der Einrichtung einer Schnittstelle, die das von Wemas zur Bestellerfassung genutzte Programm Navision mit dem Smart Logistics System vernetzt. Watzlawek: „Dann wird mit nur einem Klick aus einem Frachtangebot ein Transportauftrag.“ Das bringe ihm pro Tag zusätzlich eine halbe Stunde Zeitersparnis bei der Auftragsabwicklung.

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