18. Juni 2018

DB Schenker startet E-LKW-Projekt in Berlin

Der Logistikdienstleister DB Schenker hat in Berlin ein Projekt vorgestellt, das die Integration von Elektro-LKW in die Fahrzeugflotte untersuchen soll. Das vor knapp drei Jahren initiierte Projekt iHub soll zeigen, wie ein IT-gestütztes System LKW-Flotten effizient steuern kann, die aus dieselbetriebenen und elektrischen Fahrzeugen bestehen. DB Schenker kooperiert dabei mit Framo, einem Hersteller von Elektro-Lkws in Sachsen, sowie mit dem Softwarehaus PTV aus Karlsruhe, dem Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI in Dresden und dem Institut für postfossile Logistik in Münster. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Die DB Schenker-Niederlassung in Berlin wurde für den Testbetrieb gewählt, weil sie nahe an der Innenstadt liegt – und so innerhalb der Reichweite von e-mobilen Lastwagen. Dort sollen künftig drei Elektro-LKW mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 18 t fahren. Die Software berechnet genau, welche Routen sie nutzen, um unterwegs nicht zeitaufwändig aufladen zu müssen. Für einen effizienten Einsatz der Batterie werden deren Betriebsdaten online erfasst und daraus Handlungsempfehlungen abgeleitet. Das ist notwendig, da sich die Erfahrungen, die Kurier- und Paketdienstleister mit elektrischen Kleinlastern oder Sprintern machen, kaum auf die Logistikbranche übertragen lassen.

Das bei diesem Projekt der sächsische E-LKW-Hersteller Framo den Zuschlag bekam, hat seinen Grund: Als das Projekt im Jahr 2015 aufgesetzt wurde, hatten die etablierten LKW-Konzerne noch keine passenden Fahrzeuge im Angebot. DB Schenker mietet die drei Fahrzeuge an.  (ben)

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