03. Februar 2017

Für E-Highway im Norden 14 Millionen Euro vom Bund

Mit 14 Millionen Euro fördert der Bund die geplanten Tests von Elektro-Lastwagen auf der A1 zwischen Reinfeld und Lübeck. Die Förderzusage überbrachte Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth am Freitag an Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) in Reinfeld auf dem Betriebshof der Spedition Bode, die an dem Vorhaben mitwirkt. Ab Anfang 2019 sollen Laster mit Strom aus einer Oberleitung auf einer Sechs-Kilometer-Strecke fahren. Der zweite Testabschnitt in Deutschland ist auf der A5 zwischen Darmstadt und dem Frankfurter Flughafen. 

Die Laster werden nur elektrisch angetrieben. Sie sollen aus der Leitung so viel Strom ziehen, dass die Batterie für den Rest der Fahrt geladen ist. "Ich bin sehr stolz, dass wir bei den Oberleitungs-LKW in Schleswig-Holstein deutschlandweit zu den Pionieren gehören", sagte Albig laut Staatskanzlei. Der emissionsarme Laster sei mit einem Wirkungsgrad von rund 80 Prozent etwa doppelt so effizient wie ein herkömmlicher LKW. "Mit einer Elektrifizierung der A1 kann Schleswig-Holstein seine Drehscheibenfunktion für den Verkehr zwischen Skandinavien und Kontinentaleuropa zukunftsfähig machen."

Oberleitungs-LKW seien eine besonders effiziente Lösung auf dem Weg zu einem klimaneutralen Güterverkehr, sagte Flasbarth. Nach mehrjährigen Tests auf einer nicht öffentlichen Strecke sei die Technologie reif für Tests unter realen Bedingungen. Laut Ministerium eignen sich 5000 der 13.000 Autobahn-Kilometer für Elektro-LKW. (dpa/ tof)

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