20. April 2018

Geodis setzt bald Drohnen im Lager ein

Der Logistikdienstleister Geodis hat gemeinsam mit dem französischen Hersteller Deltadrone eine Lösung zur vollautomatischen Lagerbestandsführung mit Drohnen entwickelt. Sie werde nach fast zweijähriger Entwicklungszeit Ende 2018 in Betrieb gehen, teilte die SNCF-Logistiktochter mit. Mehr als 1.000 Flugstunden im Prototyp-Modus seien in drei ausgewählten Testlagern erforderlich gewesen. „Die wesentlichen Vorteile sind Produktivitätsgewinne, die eine Inventarisierung außerhalb der Betriebszeiten ermöglichen, mehr Sicherheit am Arbeitsplatz der Mitarbeiter, die diese mühsamen und oft gefährlichen Aufgaben nicht mehr ausführen müssen, sowie eine größere Zuverlässigkeit im Lagerbestand“, heißt es weiter.

Zunächst exklusiv für Geodis
Die Lösung sei mit allen Warehouse Management Systemen (WMS) kompatibel. Die Unternehmen arbeiten nun an einem produktionsreifen System. Ziel ist es, Ende des Jahres mit der industriellen Produktion zu starten. Zunächst werde Geodis die Lösung exklusiv in seinen eigenen Lagern einsetzen, teilte der Dienstleister mit. Das Gerät besteht aus einem akkubetriebenem Roboter, der sich am Boden des Lagers bewegt, sowie aus einem Quadrocopter mit vier hochauflösenden Kameras. Das System verfügt über eine Ortungstechnik und funktioniert autonom und außerhalb der Arbeitszeiten.

Zuverlässigkeitquote von fast 100 Prozent
Die Lösung ermöglicht den Angaben zufolge das Erfassen und Versenden von Daten in Echtzeit, die Datenverarbeitung und deren Rückgabe ins Informationssystem des Lagers. Die Tests hätten gezeigt, dass die Drohnen die Lagerbestandsführung mit einer Zuverlässigkeitsquote von nahezu 100 Prozent erledigten. (cs)

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