|  09. November 2017

Hafen Wien optimiert LKW-Abfertigung im Terminal

Im Containerterminal des Hafens Wien-Freudenau werden jetzt LKW-Verkehre schneller und sicherer. Das kündigt Betreiber Wiencont an. Rund 2,5 Mio. EUR flossen in eine neue Foto-In-Gate-Anlage. Damit kann Wiencont Ladeeinheiten und Kennzeichen einfahrender Lkw registrieren (OCR-Fotocode) und dank eines neuentwickelten Terminal Operating Managementsystems (TOM) automatisch mit hinterlegten Kundendaten abgleichen.

Automatisierter Self-Check-In
Avisiert werden LKW und Ladung bereits im Vorfeld durch den Frachtführer oder Operateur. Ankommende Fahrer melden sich beim Self-Check-In Kiosk an und erhalten automatisch einen LKW-Halteplatz zugewiesen. Dies ist laut Wien-Cont-Informationen in neun Sprachen möglich. Auch die neu eingeführten standardisierten Eigentümercodes zur Identifizierung intermodaler Ladeeinheiten (ILU) können verarbeitet werden. Bei der Einfahrt werden die Ladeeinheiten zudem an einer von vier Check-In-Spuren überprüft. „Ladeeinheiten sowie das Lkw-Kennzeichen müssen mit dem Kundenaviso übereinstimmen“, erklärt Wiencont-Sprecher Dieter Pietschmann.

Auch die Ausfahrt ist nur bei exakter Datenübereinstimmung möglich. "Dafür werden die LKW mit Line-Scan-Kameras hochauflösend abgelichtet und durch OCR mit den gespeicherten Systemdaten verglichen“, sagt Pietschmann. Eine Zeitersparnis für die Wiencont-Kunden sei damit "garantiert".

Die Optimierung der LKW-Abfertigung am Wiencont-Terminal ist Teil einer den gesamten Hafen umfassenden Investitionsoffensive. Nach einer Hafenbeckenverlandung vor einigen Monaten stehen Betriebsansiedlern am Hafengelände rund 35.000 m² zusätzliche Flächen zur Verfügung. Auch eine Schwungeinfahrt wurde eingerichtet: Von der Hauptstrecke einfahrende Züge erreichen das Umschlagterminal ohne eigenen Antrieb.

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