27. April 2017

Neue Plattform: VW vernetzt sich besser mit Spediteuren

Die Logistik im Volkswagen Konzern vernetzt sich besser mit Lieferanten und Spediteuren. Dafür ist eine gemeinsame Kommunikationsplattform namens Discovery an den Start gegangen. Damit automatisiert die Konzernlogistik die Transportanmeldung zwischen Lieferanten und Spediteuren. Discovery soll die Abläufe in der Transportlogistik vereinfachen, die Qualität des Datenaustauschs steigern und die Versorgung der Werke effizienter machen. "Jetzt für die Logistik News anmelden"

Volkswagen zufolge betrieb bisher jeder Partner ein eigenes System, vielfach noch mit manuellen Prozessen. Für eine optimale Versorgung der Produktionsstandorte sei eine effiziente Kommunikation zwischen Werken, Lieferanten und Spediteuren entscheidend, begründet der Konzern die Einführung der digitalen Plattform.

Einführung in Europa läuft
Stammdaten- und Übertragungsfehler zwischen den einzelnen Prozesspartnern würden künftig stark reduziert. Discovery integriert als Datendrehscheibe und Kommunikationsplattform alle transportrelevanten Aktivitäten und Informationsflüsse. Ziel ist es, das Transportvolumen des Konzerns künftig über die Plattform abzuwickeln. Aktuell führt der Autobauer Discovery in Europa ein. „Bis Anfang nächsten Jahres sollen alle europäischen Lieferanten die Kommunikationsplattform nutzen“, teilt Volkswagen weiter mit. Später will der Konzern weitere Funktionen, wie zum Beispiel für Express- und Paketsendungen, Direktverkehre und Sonderfahrten, entwickeln und ins System einbinden.

Auszeichnung für Volkswagen und Euro-Log
Discovery wurde von der Volkswagen Konzernlogistik zusammen mit dem Softwareunternehmen Euro-Log entwickelt. Für das cloudbasierte Softwarepaket wurden die beiden Partner auf dem AKJ Automotive Kongress Anfang April in Saarbrücken mit dem E-Logistics-Award 2017 ausgezeichnet. "Jetzt für die Logistik News anmelden"

Plattform ist nur ein erster Schritt
Mit mehr als 5000 Lieferanten und Logistikdienstleistern ist die Versorgungskette des Automobilkonzerns im europäischen Netzwerk hoch komplex. Für eine pünktliche Lieferung der Teile an die Produktionslinien sorgt die Inbound-Logistik in Zusammenarbeit mit Lieferanten und Spediteuren. Die Konzernlogistik arbeitet an Lösungen, diese Schnittstelle effizienter zu gestalten. Dabei bezeichnet Volkswagen die Plattform als einen ersten Schritt. (cs)

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