17. Dezember 2018

Von der Frachtenbörse zum Smart Logistics System

„Mit dem Smart Logistics System bieten wir unseren Kunden per Mausklick den Zugang zu IT-Anwendungen und -Services für die Digitalisierung und Automatisierung ihrer Logistikprozesse“, erläutert Timocom-Unternehmenssprecher Gunnar Gburek das Konzept. Dabei sei das Smart Logistics System ein neutrales Netzwerk: „Das System ermöglicht die Vernetzung mit mehr als 40.000 geprüften Unternehmen aus der Branche.“ Über eine Vernetzung ohne Medienbrüche und Informationslücken könnten die Kapazitäten entlang des gesamten Transportprozesses effizienter genutzt werden, so Gburek.

„Augmented Logistics“
Mit einem neuen Firmenlogo und dem neuen Claim „Augmented Logistics“ verdeutlicht das international als Frachtenbörse bekannte Unternehmen die Erweiterung des Leistungsspektrums für seine mehr als 127.000 Systemnutzer. „Als neutrales und verbindendes System wollen wir unseren Kunden eine Welt ohne logistische Herausforderungen ermöglichen“, beschreibt Pélagie Mepin, Direktorin Marketing bei Timocom, die Unternehmensvision. Diese stellt die Basis der neuen strategischen Ausrichtung dar. „Augmented“ stehe für „erweitert“, „verbessert“, „vergrößert“. „Wir konzentrieren uns kontinuierlich auf die Automatisierung von Logistikprozessen und die einfache Anbindung unserer Kunden an unser System“, erläutert Mepin. 

Die Summe vieler verschiedener Anwendungen
Ansgar Max, Direktor IT, erklärt den Wandel von der Frachtenbörse zum wegweisenden System für die Zukunft der Logistik so: „Timocom ist schon lange mehr als nur eine Frachtenbörse oder eine Plattform, deren Fokus allein auf dem Transport liegt. Das Smart Logistics System ist die Summe vieler verschiedener Anwendungen, Services und Schnittstellen. Technisch gesehen sprechen wir hier über Micro- oder REST-Services, Docker-Container und Orchestrierungswerkzeuge wie Kubernetes. In Verbindung mit einem Continuous Integration und Continuous Delivery sowie unseren agilen Entwicklungsprozessen sind wir in der Lage, effizient auf Marktanforderungen zu reagieren.“ Für Timocom ist das Smart Logistics System der nächste logische Schritt, um seine Kunden von einer intelligenten Dienstleistung profitieren zu lassen.   

Digitalisierungs-Bausteine für die Transportabwicklung
Über das Smart Logistics System können Nutzer auf zahlreiche Digitalisierungs-Bausteine zugreifen, die mit der Vergabe von Transportaufträgen verbundene Prozesse und Verwaltungsaufgaben beschleunigen und vereinfachen. So ermöglicht beispielsweise das Tool „TC Transport Order“ Transportaufträge mit Dienstleistungspartnern komplett digital abzuwickeln. Anfragen stellen, Aufträge vergeben, Abwicklung steuern: statt die Kommunikation mit Partnern zeitaufwendig über viele unterschiedliche IT-Systeme, E-Mail-Programme oder per Fax betreiben zu müssen, werden alle auftragsbezogenen Prozessschritte inklusive des Dokumenten- und Auftragsmanagements komplett papierlos über die Transportplattform gesteuert. In der Praxis der Transportvergabe durch den Disponenten bedeutet dies: Transportanfragen können nach Eingabe aller relevanten Frachtinformationen per Mausklick zeitgleich an bis zu 50 Geschäftskontakte gestellt werden. Hat sich der Disponent final für einen Transportunternehmer entschieden, erhalten alle anderen automatisch eine Absage. Alle nun folgenden Schritte – von der Erstellung eines beiderseitig rechtsverbindlichen Vertragsdokumentes bis zur Archivierung des Transportauftrages – können über die Plattform abgewickelt werden.

Als neutrale Systemplattform bietet Timocom Logistikern über Schnittstellen auch die Möglichkeiten, bislang selbst genutzte IT-Lösungen und andere Anbieter zu nutzen. So integriert das Smart Logistics System beispielsweise im Bereich der Tracking-Funktionen europaweit mehr als 230 Telematikanbieter. (tof)

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