17. Mai 2018

Beschwerden boomen

Bei der Schlichtungsstelle Post der Bundesnetzagentur sind im vergangenen Jahr 1.001 Schlichtungsanträge eingegangen. Das ist mehr als eine Vervierfachung gegenüber dem Vorjahr mit 235 Anträgen, heißt es im Jahresbericht der Regulierungsbehörde, der am 11. Mai vorgelegt wurde. Der wachsende Online-Handel mit verstärkten Paketmengen hat unter anderem einen solchen Anstieg der Schlichtungsanträge bewirkt.

Diese dynamische Entwicklung setzt sich zu Beginn des Jahres 2018 fort und zeigt deutlich, dass sich Verbraucher bei den Postdienstleistern häufig nicht ohne behördliche Unterstützung durchsetzen können. In 191 Fällen erzielte im vergangenen Jahr die Schlichtungsstelle eine gütliche Einigung durch ein Verfahren. In 414 Fällen lehnte der jeweilige Postdienstleister eine Teilnahme an einem Schlichtungsverfahren ab.

Die Verbraucher beschwerten sich vor allem über beschädigte oder verloren gegangene Pakete. Die Streitigkeiten kreisten somit auch im Jahr 2017 vor allem um Fragen der Haftung aus abgeschlossenen Beförderungsverträgen. Hier ging es häufig um die Streitfrage einer ausreichenden Verpackung oder um den Versand von besonders wertvollen oder sensiblen Gegenständen.

Mit Blick auf den aktuellen Bedarf an Postdienstleistungen ließ die Bundesnetzagentur 2017 eine Verbraucherbefragung unternehmen. Über 80 Prozent der Befragten sind demnach mit der Verfügbarkeit von Postdienstleistungen und deren Qualität zufrieden. (ici)

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