08. Juli 2019

ELVIS baut Langgut-Geschäft im Teilladungsnetz aus

Die Europäischer Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure (ELVIS) AG schafft eine innovative Lösung für die B2C-Belieferung von Langgut über das Teilladungsnetzwerk. Ein Pilotprojekt dazu startet das Unternehmen im September. Im Rahmen dessen können die ELVIS-Part-Load-Partner – zunächst leihweise – so genannte sich selbstverladende Mitnahmestapler nutzen. Diese erlauben es, bis zu 6,5 Meter lange und eine Tonne schwere Güter künftig auch beim privaten Endkunden direkt und unkompliziert abzuladen.

 

„Die zunehmende Nachfrage nach systemischen Teilladungen und die wachsende Menge an Langgut im B2C-Geschäft sind für uns Chance und Herausforderung gleichermaßen“, sagt Jochen Eschborn, Vorstandsvorsitzender der ELVIS AG. Chance, weil sich der Kooperation hier die Gelegenheit biete, ihr Geschäft auszubauen. Herausforderung, weil die zusätzliche Nachfrage zum großen Teil von DIY- und Baumärkten rühre, deren Sendungen zumeist an den privaten Endkunden gehen. Dies gestaltet sich besonders schwierig, da lange Güter nur schlecht in den standardisierten Umschlag der Stückgutnetze passen und sich darüber hinaus bei Privatempfängern im Grunde nur per Mitnahmestapler schadensfrei abladen lassen. Diese allerdings sind teuer, wiegen viel und kommen aus diesen Gründen nur selten in Kombination mit Nahverkehrs-LKW zum Einsatz.

An diesem Punkt setzt das ELVIS-Konzept an: In enger Kooperation mit einem ausländischen Hersteller hat der Logistikspezialist den sich selbstverladenden Stapler namens „Lancelot“ konfiguriert, der die neuen Anforderungen optimal erfüllt. So kann das Gerät beispielsweise ohne weitere Vorrichtungen oder Spezifikationen auf der Ladefläche des Fahrzeugs verstaut werden. Abgesehen davon darf „Lancelot“ ohne Staplerschein betrieben werden. Den Höhenunterschied zum Boden überwindet der Stapler mittels Einsatzes seiner eigenen Gabeln. Ausgestattet mit einer Traglast von einer Tonne, langen Gabelzinken und einer besonders geländegängigen Bereifung können damit selbst sperrige Güter wie Markisen oder Schwimmbadabdeckungen völlig unproblematisch seitlich entladen werden. „Das ist nicht nur praktisch, sondern sorgt zudem auch für eine niedrige Schadensquote“, sagt Eschborn mit Verweis auf die Erfahrungen aus dem ELVIS-Hub in Knüllwald, wo ausschließlich auf diese Art entladen wird.

Der Startschuss für den Testlauf mit den neuen Staplern soll im September fallen. Die ersten Geräte stehen dann im Hub in Knüllwald bereit und können von den ELVIS-Mitgliedern bei Bedarf gemietet werden. Später will die Kooperation das System dann im Direktvertrieb zum Kauf anbieten.

Mehr unter: www.elvis-ag.com

 

 

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