15. Januar 2018

Retouren halten Paketdienste auf Trab

Kaum haben die Paketdienste die Flut an vorweihnachtlichen Sendungen bewältigt, stehen sie vor der nächsten Herausforderung. Weil nicht jedes Geschenk den Geschmack des Beschenkten trifft, gehen etliche Pakete zurück an die Onlinehändler. Damit geht der Hochbetrieb bei den Paketdiensten weiter.

Anfang Januar liege die Menge der eingelieferten Pakete mit bis zu sechs Mio. Stück täglich noch deutlich über dem Jahresdurchschnitt von 4,3 Mio. Sendungen, sagte ein Sprecher der Deutschen Post DHL. Dazu trage nicht zuletzt die hohe Zahl der Rücksendungen bei. In der Spitze vor Weihnachten hatte der Marktführer beim Pakettransport rund 10 Mio. Pakete am Tag zugestellt. Auch die Konkurrenten Hermes und DPD zeigten sich mit dem Verlauf des Weihnachtsgeschäfts zufrieden. Beide Paketdienste sprachen von einem Zuwachs beim Paketaufkommen im Dezember von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Entsprechend erwartet Hermes bis zu 15 Prozent mehr Retouren als im Vorjahr. Der Paketdienst geht davon aus, dass das erhöhte Rücksendevolumen noch bis Mitte Januar anhält. Weitere Mengentreiber seien Gutscheine sowie Geldgeschenke, die in diesen Tagen im Onlinehandel eingesetzt werden, sagte ein Hermes-Sprecher der DVZ.

Der Januar gilt traditionell als mengenstärkster Retourenmonat im Online-Handel. In diesem Monat liegt die Retourenquote um bis zu 40 Prozent über dem Jahresschnitt, heißt es beim Branchenverband Bundesverbandes Paket und Expresslogistik (Biek).

Nach den Worten von Verbandsgeschäftsführer Marten Bosselmann wurden an Spitzentagen vor Weihnachten in Deutschland 15 Mio. Pakete befördert, fünf Mio. Pakete mehr als im Jahr 2016. Dennoch sei „alles reibungslos abgelaufen“. Geholfen habe, dass weder Schnee noch Eis die Zustellung erschwerten. Kurz vor Weihnachten hatten Logistikexperten gewarnt, die Paketmengen seien nur noch unter größten Anstrengungen zu bewältigen. (ma)  

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