23. März 2018
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Beluga-Prozess: Stolberg legt Revision ein

Das Strafverfahren gegen den Gründer und ehemaligen Chef der zusammengebrochenen Bremer Beluga-Reedereigruppe, Niels Stolberg, geht in die nächste Instanz: Noch vor Ablauf der einwöchigen Rechtsmittelfrist haben sowohl der 57-Jährige als auch die Staatsanwaltschaft jetzt Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt, wie Sprecher der Bremer Justiz bekanntgaben.

Das Landgericht hatte den ehemaligen Großreeder zu einer dreieinhalbjährigen Haftstrafe wegen mehrfachen Kreditbetrugs, Bilanzfälschung und besonders schwerer Untreue verurteilt.

Eine Begründung für die Revisionsanträge liegt noch nicht vor. Der krebskranke Stolberg hatte vergeblich um eine maximal zweijährige Bewährungsstrafe gebeten. Die Staatsanwaltschaft hatte viereinhalb Jahre Haft gefordert.

Laut Urteil des Landgerichts hatte der damalige Großreeder von 2006 bis 2010 wiederholt die kreditgebenden Banken und den bei Beluga eingestiegenen US-Investor Oaktree getäuscht - anfangs, um den Aufstieg der Schwergut-Reederei zum Weltmarktführer finanzieren zu können, und später, um die Firmengruppe vor der Weltwirtschaftskrise zu retten. 2011 musste Beluga dennoch Insolvenz anmelden. (stg)

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