|  14. März 2017

Camion Pro will gegen europäische LKW-Hersteller klagen

Camion Pro will noch im März die LKW-Hersteller, die untereinander Preise abgesprochen getroffen haben, mit einer Schadenersatzsumme von 2,5 Mio. EUR konfrontieren. Das teilte der Verband mit. Dafür hat Camion Pro eine Sammelklage organisiert und will nun mit der Realisierung der Forderungen für seine Mitglieder beginnen."Jetzt für die Logistik News anmelden"

Im deutschen Recht gibt es eigentlich keine Sammelklage. Normalerweise muss jeder Geschädigte selbst seinen Schaden einklagen. Das ist nicht nur sehr kosten-, sondern auch äußerst zeitintensiv.

Camion Pro habe schon in der Vergangenheit rechtskonforme Sammelklagen gegen Frachtgauner organisiert und sich dabei eines einfachen „Tricks“ bedient. Camion Pro lässt sich von seinen Mitgliedern die Forderungen abtreten. Camion Pro ist Inhaber der Forderung und wird mit einem Anspruch von rund 2,5 Mrd. EUR noch im März an die LKW-Hersteller herantreten. Durch diese „Sammelklage“ erhöhen sich nach Einschätzung von Camion Pro nicht nur die Erfolgsaussichten. Es reduzieren sich insbesondere auch die Prozesskosten für die Mitglieder erheblich.

Mitglieder von Camion Pro können ihre Interessen zum Festpreis vertreten lassen. Das außergerichtliche Verfahren kostet pro LKW 250 EUR, die Klage pro LKW 1250 EUR. Camion Pro garantiert nach eigenen Aussagen dafür, dass mit dem einmaligen Festbetrag alle Gerichts-, Gutachter- und Rechtsanwaltskosten abgedeckt sind. „Wenn es sein muss, gehen wir in den nächsten Jahren durch alle Instanzen“, betont Andreas Mossyrsch, Vorstand von Camion Pro. Aufgrund des hohen Interesses prüft Camion Pro nach eigenen Angaben nun, eine zweite Klägergruppe zu organisieren.

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