|  08. August 2017

Erste Ansprüche im Hanjin-Shipping-Fall können verfallen

Ab Mitte August droht möglicherweise die Verjährung von Ansprüchen aus der Hanjin-Shipping-Pleite. Darauf weist Rechtsanwalt Benjamin Grimme von der Anwaltskanzlei Grimme & Partner, Hamburg, hin. Da die Schäden sukzessive eingetreten sind, könne kein allgemeiner Verjährungsbeginn genannt werden. Einige Terminalbetreiber haben, so Grimme, den Umschlag von Hanjin-Sendungen bekanntermaßen bereits vor dem formellen Hanjin-Antrag auf Insolvenzeröffnung 30. August 2016 eingestellt oder nur noch gegen zusätzliche Gebühren ausgeführt. "Jetzt für die Logistik News anmelden"

Werde das deutsche Frachtrecht zugrunde gelegt, könnte nach Paragraf 439 Abs. 1 Satz 1 Handelsgesetzbuch (HGB) die Verjährung etwaiger Ansprüche kurz bevorstehen. Grimme: „Angeraten sein könnte daher, kurzfristig zu überprüfen, ob entsprechende Ansprüche noch rechtzeitig innerhalb der Einjahresfrist des § 439 Abs. 1 Satz 1 HGB geltend zu machen sind.“

Dabei gehe es um Güterschäden, um die Erstattung zusätzlicher Kosten für eine Ersatzbeförderung, um die Weiterbelastung zusätzlicher Kosten eines Spediteurs gegenüber dem dortigen Auftraggeber und/oder die Rückforderung möglicherweise zu Unrecht von dem Spediteur/Frachtführer gegenüber dem Auftraggeber zur Abrechnung gebrachten entsprechenden Kosten.

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