05. April 2018

LKW-Kartell: Unternehmen aus Halle klagt gegen Daimler

Das Landgericht Stuttgart verhandelt an diesem Donnerstag (11.30 Uhr) die erste Schadenersatzklage gegen den Autobauer Daimler wegen seiner Beteiligung am LKW-Kartell. Ein Recyclingunternehmen aus Halle an der Saale macht einen Schaden von 30.000 EUR geltend, wie ein Gerichtssprecher sagte. Daimler wies die Forderung als unbegründet zurück.

Von 1997 bis 2011 tauschten die LKW-Hersteller MAN, Daimler, Volvo/Renault, Daf, Iveco und Scania nach Feststellung der EU-Kommission Informationen aus. Es ging um Preise und die Einführung klimaschonender Technik. Die Brüsseler Wettbewerbshüter werteten dies als Kartell und verhängten Geldbußen in einer Gesamthöhe von fast 4 Mrd. EUR. Die höchste Einzelstrafe mit rund 1 Mrd. EUR musste Daimler im Jahr 2016 zahlen.

Vor mehreren Gerichten in Deutschland sind wegen der Kartellabsprachen Klagen gegen die Hersteller anhängig. Es geht um Forderungen von weit über 1 Mrd. EUR.(dpa/kl)

Kommentare

Kommentar veröffentlichen
Nur an die Redaktion senden

Captcha:*



* - Pflichtfeld