|  29. März 2018
aktualisiert am 29.03.18 16:24h
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LKW-Kartell: Urteil voraussichtlich am 18. Mai

Zwar hat das Landgericht Stuttgart am 29. April die Schadenersatzklage gegen den Autobauer Daimler wegen seiner Beteiligung am Lkw-Kartell verhandelt. Ein Urteil will das Landgericht jedoch voraussichtlich erst am 18. Mai verkünden.

Bekanntlich sind vor mehreren Gerichten in Deutschland - unter anderem auch in München und Hannover - Klagen wegen der Kartellabsprachen gegen die verschiedenen Lastwagenhersteller anhängig. Es geht insgesamt um Forderungen von weit über einer Milliarde EUR.

In dem jetzt verhandelten Fall in Stuttgart macht ein Recyclingunternehmen aus Halle an der Saale einen Schaden von 30.000 EUR geltend, wie ein Gerichtssprecher sagte. Daimler wies die Forderung als unbegründet zurück. In Hannover wird MAN auf über 330.000 EUR verklagt. Wichtig dabei: MAN muss jetzt beweisen, dass den Käufern kein Schaden entstanden ist.

Der Hintergrund: Von 1997 bis 2011 tauschten die LKW-Hersteller MAN, Daimler, Volvo/Renault, Daf, Iveco und Scania nach Feststellung der EU-Kommission Informationen aus. Es ging um Preise und die Einführung klimaschonender Technik. Die Brüsseler Wettbewerbshüter werteten dies als Kartell und verhängten Geldbußen in einer Gesamthöhe von fast 4 Mrd. EUR. Die höchste Einzelstrafe mit rund 1 Mrd. EUR musste Daimler im Jahr 2016 zahlen.(dpa/kl)

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