05. März 2018

Mindestlohn für Fahrer: Deutsche Post einigt sich außergerichtlich

Statt es auf einen Gerichtsstreit um die Zahlung des deutschen Mindestlohns an den LKW-Fahrer eines tschechischen Subunternehmens ankommen zu lassen, hat sich Deutsche Post DHL außergerichtlich geeinigt. Im konkreten Fall ging es um die Anrechenbarkeit von Spesen auf den Mindestlohn. Der tschechische Fahrer - viel in Deutschland unterwegs - hatte den vollen Mindestlohn von monatlich rund 1.500 EUR  plus Spesen gefordert. Von dem für die Post tätigen Subunternehmen, einer Spedition, hatte er aber nur 460 EUR erhalten. Die Spedition haftet nun gegenüber der Post für die entstehenden Kosten. Marktbeobachter rechnen jetzt mit einer Klagewelle der vielen in Deutschland tätigen osteuropäischen Fahrer, die bei einem im Ausland ansässigen Unternehmen angestellt sind und zu den dortigen Konditionen bezahlt werden. Das tschechische Verkehrsministerium sieht bereits die Konkurrenzfähigkeit Tschechiens in Gefahr, sollten die Lohnkosten im Transportgewerbe auf ein deutsches Niveau steigen. (ma) 

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