09. Juni 2016

Österreich: Kartellgericht verurteilt auch die Spedition Etransa

Das Österreichische Kartellgericht hat Millionenstrafen gegen Schenker, Panalpina, Etransa und Rail Cargo Austria verhängt. Das hat die Bundeswettbewerbsbehörde bekanntgegeben. Wegen wettbewerbswidriger Verhaltensweisen müssen die österreichische Speditionsfirma Etransa demnach 3,5 Mio. EUR, Panalpina 2 Mio. EUR, der Logistikdienstleister Schenker – eine 100-prozentige Tochter der Deutschen Bahn – 318.000 EUR und die ÖBB-Tochter Rail Cargo 184.000 EUR Strafe zahlen.

Laut Mitteilung haben die beteiligten Unternehmen von November 2005 bis Dezember 2010 verschiedene Absprachen getroffen. Dabei ging es um wiederkehrende Ausschreibungen eines österreichischen Kunden für den Transport von Stahlrohren in frühere GUS-Staaten. Die involvierten Firmen hätten die Transportmengen aufgeteilt, die Abwicklung von Teilstrecken, die Preise und die Aufteilung der erzielten und ebenfalls abgesprochenen Erlöse abgesprochen. Kühne + Nagel International hatte in diesem Fall als Kronzeuge fungiert und ging straffrei aus. (vr/reg/tof)

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