19. August 2016

Deutschland auf Platz 10 der innovativsten Volkswirtschaften

Deutschland gehört erstmals zu den zehn innovativsten Volkswirtschaften der Welt. Das geht aus dem globalen Innovationsindex (GII) 2016 der Cornell University, INSEAD und der Weltorganisation für Geistiges Eigentum (WIPO) hervor. Dr. Kai Engel, Partner und Innovationsexperte der Unternehmensberatung A.T. Kearney sagte bei der Interpretation der Ergebnisse, dass Deutschland mit einer hohen Effizienz in den Innovationsstrukturen und Prozessen wie etwa bei Forschung und Entwicklung, Kommunikationsinfrastruktur und Patentanmeldungen punkte. Das Land habe allerdings schlechte Werte bei zukunftsweisenden Indikatoren wie dem Aufbau von Innovationspartnerschaften und der Gründung neuer Unternehmen.

Der Global Innovation Index (GII) wird seit 2007 herausgegeben. Er gilt als das wichtigste Instrument, um die Innovationsfähigkeit von Ländern zu messen, und beruht auf 82 Indikatoren für 128 Länder, die weit über herkömmliche Innovationsmessungen, wie etwa den Stand von Forschung und Entwicklung, hinausgehen. Seit 2015 profitiert die Studie auch von der Erfahrung ihrer Knowledge-Partner A.T. Kearney und IMP3rove.

Dr. Martin Ruppert, Geschäftsführer von IMP3rove, zum Thema Innovationen: "Die führenden Innovatoren haben an Tag eins eine Fragestellung, die sie nicht alleine lösen können und fahnden ab Tag zwei nach den besten Experten, um das Thema doch zu knacken - inzwischen teils automatisiert und unter Nutzung von Webcrawlern." Dazu gehöre auch eine Globalisierung der Innovationsaktivitäten. Laut Engel ist Deutschland bei Innovationen zu langsam, was mittel- bis langfristig die Innovationsführerschaft kosten werde.

Angeführt wird das Ranking von der Schweiz, Schweden, Großbritannien, den USA, Finnland und Singapur. China steigt im GII 2016 in die Riege der 25 innovativsten Volkswirtschaften der Welt auf. Fünfzehn der 25 Spitzenreiter im GII befinden sich in Europa. Europa profitiert von vergleichsweise starken Institutionen und gut entwickelter Infrastruktur. Deutschland konnte sich um zwei Plätze (von 12 auf 10) unter anderem deshalb verbessern, weil der aktuelle GII den Faktor Forschung und Entwicklung stärker als bisher berücksichtigt. (zp/sm)

Der vollständige Bericht steht zum Download bereit unter: www.globalinnovationindex.org 

Die Untersuchung von A.T. Kearney und der IMP3rove Academy unter: www.atkearney.de/innovation/ideas-insights 

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