19. September 2016

Dortmund plant großen Wurf im Hafen

Die Dortmunder Hafen AG will die städtebauliche Entwicklung der Speicherstraße an einem Hafenbecken im Osten vorantreiben. Dazu legte Hafen-Chef Uwe Büscher jetzt gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Dortmund ein Konzept für ein 3 ha großes Gelände vor. "Wir wollen hier bis zu 4.000 Arbeitsplätze schaffen", sagte Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung. Dazu sollen Investitionen im "dreistelligen Millionenbereich" zum Bau eines Büro- und Gewerbeparks inklusive Gastronomie und Parkhaus auf drei Hektar Fläche mit 110.000 m² Bruttogeschossfläche angestoßen werden, davon knapp die Hälfte als Neubauten. "Wir wollen kein Wohnen am Wasser und auch keine Marina", betonte Büscher. Der Hafenbetrieb werde nicht beeinträchtigt. Auf der gegenüberliegenden Seite des Hafenbeckens findet weiterhin Umschlag statt. Dort ist unter anderem mit Deufol ein Verpackungsunternehmen tätig. Büscher betonte auch, dass sich der Hafen nicht finanziell engagieren werde: "Wir setzen auf private Investoren", sagte er."Jetzt für die Logistik News anmelden"

Mit fünf Interessenten werde bereits verhandelt, so Westphal, mit weiteren laufen danach Gespräche. Öffentliche Investitionen seien lediglich für die Modernisierung und den Ausbau der Infrastruktur vorgesehen, wie die Erneuerung der Kanalisation, sowie den Bau eines Gründungscampus für Start-Up-Unternehmen vor allem aus dem Bereich der digitalen Wirtschaft. Startschuss für die Kanalbaumaßnahmen ist Anfang 2017.

Der Ausbau der Speicherstraße soll in zwei Schritten erfolgen. Zunächst wird der südliche Teil saniert. Darum kümmert sich die Kommune. Anschließend folgt der nördliche Teil, um den sich die Hafen AG kümmert. Dort laufen Ende 2017 alle Mietverträge der Anlieger mit der Hafen AG aus beziehunhsweise  Unternehmen wie Knauf Interfer stellen die Produktion ein. "Eine historische Chance sowohl für die städtebauliche Entwicklung als auch den Hafen", so Büscher. Dabei soll nach dem Konzept der Hafen AG die Straße verlegt werden, um mehr Platz für die geplanten Büroimmobilien zu schaffen. Entlang des Kanals ist eine Promenade geplant. Das Konzept wurde mit dem Architektenbüro Gerber Architekten entwickelt. (gra)

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