26. Oktober 2017

Greiwing baut Logistikzentrum in Burghausen

Mit einem feierlichen ersten Spatenstich hat die Greiwing logistics for you GmbH am Mittwoch (25. Oktober) den Startschuss für den Bau einer neuen Niederlassung im südbayerischen Burghausen gegeben. Das neue Logistikzentrum unweit der österreichischen Grenze soll rund 33 Mio. EUR kosten und umfasst eine Fläche von rund 60.000 m². Platz finden dort zwei Logistikhallen, eine Hochsiloanlage mit 24.355-m³-Behältern, ein Siloturm mit drei Abfüllsilos à 120 m³ sowie ein Verwaltungsgebäude. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für das dritte und vierte Quartal 2018 geplant.

„Die Investition in einen Standort im bayerischen Chemiedreieck ist auch das Ergebnis unserer Strategie, die Sparte Kontraktlogistik auszubauen“, sagt Jürgen Greiwing, geschäftsführender Gesellschafter von Greiwing logistics for you. Ab Ende kommenden Jahres will das Familienunternehmen mit Sitz in Greven, das zu den führenden Silologistikern in Deutschland zählt, etwa 80 Mitarbeiter in Burghausen beschäftigen. Die geplante Anlage ist über das KV-Terminal Burghausen direkt an die globale Logistikwelt angebunden.

An dem neuen Standort wird Greiwing künftig in erster Linie Kontraktlogistik für Großkunden aus den nahen Chemieparks in Burghausen und Burgkirchen erbringen. Die Palette der Leistungen erstreckt sich dabei von der Befüllung von Silos, der Verladung von Silozügen und Containern, dem Abfüllen in Säcke und Big Bags und deren Einlagerung bis hin zum Transport loser und verpackter Ware. Letzterer kann dank der Anbindung an das KV-Terminal auch per Schiene erfolgen.

Im ersten Bauabschnitt entsteht dort nun eine 9.000 m² große Logistikhalle, die mit einer Sprinkleranlage und einem Verschieberegal ausgestattet wird, das 15.000 Paletten Platz bietet. Darin gelagert werden künftig PVC-Produkte und Polymer-Kunststoffe für die ansässige chemische Industrie. Gleichzeitig entstehen ein Abfüll- und Silierbereich, ein Siloturm mit drei 120-m³-Abfüllsilos, eine Hochsiloanlage mit 24 Behältern und einem Fassungsvermögen von je 355 m³, Stellflächen für 144 Twenty-foot Equivalent Units (TEU) sowie ein Verwaltungsgebäude.

Im zweiten Bauabschnitt werden eine weitere Logistikhalle mit einer Grundfläche von 11.500 m² und vier vollautomatischen Entladeanlagen errichtet. Das Besondere an dieser Halle ist ihre Aufteilung in drei Abschnitte, die auch brandschutztechnisch voneinander getrennt sind. Abschnitt eins wird mit einer Gaslöschanlage ausgerüstet und soll auf einer Fläche von 2.600 m² 4.700 Paletten fassen. Gelagert werden sollen dort in Zukunft Gefahrstoffe und Stoffe bis zur Wassergefährdungsklasse 3 (WGK). Abschnitt zwei nimmt mit 5.500 m² die größte Fläche ein und wird über eine Sprinkleranlage und ein Schmalgangregal mit 12.200 Palettenstellplätzen verfügen. Gelagert werden können dort voraussichtlich ab Ende 2018 Stoffe bis WGK 2.

Hallenabschnitt drei ist für die Lagerung von Produkten gemäß den Standards HACCP (Hazard Analysis Critical Control Point) und GMP (Good Manufacturing Practice) vorgesehen. Er soll eine Grundfläche von 3.400 m² umfassen, ebenfalls über eine Sprinkleranlage und ein Verschieberegal verfügen und bis zu 5.400 Paletten Platz bieten. (kuk)

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