25. Oktober 2017

Hamburg schafft Platz: Neuer Stadtteil Grasbrook vorgestellt

Die Hansestadt Hamburg wird auf einem Areal östlich der gegenwärtigen Hafen City einen neuen Stadtteil entwickeln. Auf dem 46 ha großen Grasbrook-Gelände sind Wohnungen für 6.000 Bewohner sowie 16.000 Arbeitsplätze geplant, teilte der Senat am Dienstag mit. Der Stadtteil, der im Rahmen der Bewerbung um die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele eine Rolle spielte, wird voraussichtlich drei Quartiere umfassen. Eines davon, das Hafentorquartier bildet den Übergang zu den Hafennutzungen, die weiterhin auf der Fläche des Kleinen Grasbrook möglich sind. Damit mit den konkreten Planungen begonnen werden kann, wurden verschiedene Vereinbarungen getroffen: Die Tschechische Republik und die Freie und Hansestadt Hamburg verständigten sich darauf, innerhalb der kommenden fünf Jahre die derzeit von der Tschechischen Republik gemietete Fläche im Bereich des Moldau- und Saalehafens mit einer im Bereich des Kuhwerder Hafens liegenden Fläche zu tauschen. Die Tschechische Republik wird in die neue Fläche investieren. Die für den Flächenaustausch zu klärenden Fragen werden in einer internationalen Arbeitsgruppe behandelt werden.

Die Flächen des Überseezentrums und angrenzende Flächen können weiter genutzt werden. Das hat auch damit zu tun, dass die Hafenwirtschaft in die Gespräche eingebunden war. Gunther Bonz, Präsident des Unternehmensverbands Hafen Hamburg lobte die Pläne: "Auf dem Kleinen Grasbrook wohnen und auf dem Großen Grasbrook arbeiten, besser kann man das nicht miteinander vereinbaren." 

Das Areal des Überseezentrums wird künftig in eine gemischte Nutzung für Wohnen und Arbeiten umgewidmet. Die angrenzenden Flächen auf dem Kleinen Grasbrook und auch der heutige tschechische Hafen bleiben im Hafengebiet, können aber für Forschung, Entwicklung, Büros und Produktion genutzt werden. Auf dem Kleinen Grasbrook findet auch künftig hafenwirtschaftliche Nutzung statt, der Mietvertrag mit Unikai wird verlängert. Damit erhalten die ansässigen Unternehmen eine Standortperspektive und werden bei etwaigen Verlagerungen wirtschaftlich abgesichert. Für das gesamte Quartier wird mit einer Entwicklungszeit von rund 20 Jahren gerechnet.

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