|  16. Oktober 2017

Palletways plant vier Regionalhubs

Palletways baut sein deutsches Netz aus. Anfang September eröffnete der Spezialist für palettiertes Stückgut im bayerischen Neufahrn (Landkreis Freising) ein zweites Regional-Hub. 2018 sollen weitere Bündelungspunkte in Südwest- und Norddeutschland hinzu-kommen, kündigte Mathias Mendel, Geschäftsführer der deutschen Organisation, kürzlich in Neufahrn an. Deren Standorte stünden allerdings noch nicht fest, aber er könne sich den Raum Hannover gut für ein Nord-Depot vorstellen. Für das Südwest-Hub schließt er angesichts der zahlreichen internationalen Verkehre nach West- und Südeuropa einen Standort im angrenzenden Ausland nicht aus.

Bisher basierte das deutsche Palletways-Netz auf einem Zentralhub im nordhessischen Knüllwald. Seit dem vergangenen Jahr wird zudem das Benelux-Hub Nijmegen als Regional-Depot West für Deutschland. In Neufahrn nutzt Palletways die Anlage von DSS24. Dort stehen rund 1200 m² Umschlagfläche bereit. Den Netzwerkpartner hat Palletways im Verlauf dieses Jahres übernommen.

Derzeit werden in Neufahrn rund 250 Paletten pro Nacht umgeschlagen. Allerdings sollen dort schon bald ähnliche Mengen wie in den beiden anderen Hubs abgewickelt werden, hat sich Mendel vorgenommen. Dort werden jeweils bis zu 3500 Paletten pro Nacht bewegt. Im Geschäftsjahr 2016/17 wickelte Palletways Deutschland rund 545.000 Paletten (plus 30 Prozent) für nationale und internationale Verkehre ab.

Das neue Depot Neufahrn wird zunächst von sieben Partnern angesteuert. Noch im Oktober sollen drei weitere Teilnehmer hinzukommen, Mendel zufolge könnten bis zu 20 Partner aus dem PLZ-Gebiet 8 sowie Teilen der PLZ-Gebiete 7 und 9 anliefern und abholen. Weil für Versender aus Süddeutschland Verkehre über das Zentralhub entfallen, rechnet Mendel mit steigenden Volumina vor allem auf grenzüberschreitenden Routen von und nach Italien, Südfrankreich und Spanien. „Für diese Zielgruppe reduziert sich die Laufzeit durch die direkte Anbindung an Neufahrn um durchschnittlich einen Tag.“ Außerdem soll mit dem neuen Südost-Depot der 24-Stunden-Zustellservice ausgebaut werden.

„Die bisherige Jahreszuwächse von 30 Prozent werden sich bei 25 Prozent einpendeln“, kalkuliert der Palletways-Chef für das laufende Geschäftsjahr. Weiteres Wachstum erwartet das Unternehmen durch B2C-Sendungen, welche heute bei Palletways rund 10 Prozent ausmachen. Angaben über aktuelle Geschäftszahlen machte Mendel nicht. Für schwarze Zahlen, die 2018 erreicht werden sollen, sei jedoch eine weitere Netzverdichtung unverzichtbar, sagte der Geschäftsführer.

Derzeit sind rund 60 Transportunternehmen mit 69 Depots an das Palletways-Netz angebunden. Die Suche nach weiteren Netzwerkpartnern in Bayern und angrenzenden Regionen, wo Palletways ohnehin Nachholbedarf hat, läuft auf Hochtouren. „Jeden Monat kommen ein bis zwei neue Partner hinzu“, sieht Mendel eine Nachfrage nach dem Franchisesystem. Vor allem Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 1 bis 10 Mio. EUR will er gewinnen.

Weiteres Wachstum in Deutschland soll durch internationale Verkehre generiert werden. So ist Palletways derzeit in 20 europäischen Ländern präsent. Im Frühjahr 2017 wurde Polen an sein Netz angebunden, auch Ungarn, Griechenland und weitere südosteuropäische Ländern sollen bald integriert werden. (la)

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