08. Februar 2017

Reederei Møller-Maersk rutscht tief ins Minus - Chef tritt ab

Nach einem Milliardenverlust beim dänischen Reedereikonzern A.P. Møller-Maersk hat Vorstandschef Michael Pram Rasmussen nach 14 Jahren seinen Rückzug angekündigt. "Der Zeitpunkt für mich, als Vorstand zurückzutreten, ist sowohl für mich als auch für das Unternehmen der richtige", teilte er am Mittwoch mit.

Hohe Abschreibungen in seinen Ölsparten und die Krise in der Container-Schifffahrt trieben die Maersk-Gruppe 2016 tief in die roten Zahlen. Unter dem Strich machte das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr 1,9 Milliarden US-Dollar (rund 1,78 Mrd Euro) Verlust. Der Umsatz sank von knapp 40,4 auf rund 35,5 Milliarden Dollar.

Pram Rasmussen will sich bei der Hauptversammlung Ende März nicht zur Wiederwahl stellen. Nachfolger soll Vorstandsmitglied Jim Hagemann Snabe werden, der auch schon im Vorstand des Software-Konzerns SAP saß und im kommenden Jahr wohl Aufsichtsratschef von Siemens wird.

Sein Ölgeschäft will Møller-Maersk in den nächsten zwei Jahren ganz oder in Teilen abspalten. Die Container-Schifffahrt sieht der Konzern 2017 wieder zuversichtlicher. Anfang Dezember hatte die Oetker-Gruppe angekündigt, ihre Reederei Hamburg Süd wegen der anhaltenden Flaute im Container-Geschäft an Maersk zu verkaufen. Stimmen die Kartellbehörden zu, soll der Deal bis Ende 2017 über die Bühne gehen. (dpa)

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