|  07. September 2017

Staatsbahnen gehen Rheintalbahnproblem gemeinsam an

Die Chefs der deutschen, schweizerischen, österreichischen und französischen Staatsbahnen haben eine enge Kooperation vereinbart, um die Auswirkungen der Rheintalbahn-Sperrung auf den Schienengüterverkehr möglichst gering zu halten. Nachdem am 22. August bekannt wurde, dass die Strecke erst am 7. Oktober wieder in Betrieb genommen werden kann, verständigten sich die Deutsche Bahn (DB), die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) sowie die Société Nationale des Chemins de Fer (SNCF) auf ein umfangreiches Maßnahmenpaket, teilt die DB mit.

Die vier Bahnen stellen gemeinsam zusätzliche Lokführer und Loks für die Korridore über Frankreich und Österreich bereit. Dies ermöglicht eine effiziente Ausnutzung der verschiedenen Umleitungskorridore, die gemeinsam mit den Partnerbahnen abgestimmt werden. Um die Fahrt von Deutschland in die Schweiz weiter zu erleichtern, wird intensiv geprüft, zwischen Kornwestheim und Zürich einen Shuttleverkehr für Güterzüge einzurichten. Auch geplante Baustellen sollen kurzfristig angepasst werden, um auf Ausweichstrecken möglichst schnell Trassenkapazitäten für den Schienengüterverkehr zu schaffen. 

Zudem haben die vier Bahnchefs Dr. Richard Lutz (DB), Andreas Meyer (SBB), Andreas Matthä (ÖBB) und Guillaume Pepy (SNCF) verabredet, sich regelmäßig eng abzustimmen. Die vier Vorstandsvorsitzenden waren sich einig, dass die anstehenden Herausforderungen nur gemeinsam zu lösen sind.

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