28. Juni 2016

Der Prozessoptimierer

Den leckeren Fisch auf dem St. Pauli Fischmarkt verpasste zwar Moritz Bolte. Dafür aber gab es nach einem „funkensprühenden Gespräch“ mit Markus Macho, Managing Director Germany des internationalen Transport- und Logistikunternehmens cargo-partner, einen neuen Job. In Hamburg. Als Manager Sea Cargo Export. Mit Personalverantwortung. "Jetzt kostenlos den Disponaut Newsletter abonnieren"

Das dreieinhalbstündige Vorstellungsgespräch habe ihn „völlig überwältigt“, erzählt Bolte im Disponaut-Gespräch. Noch immer glänzen seine Augen. „Darauf hat sich alles andere aufgebaut“, sagt er. Schnell wurde sich der Ex-Hellmann-Gruppenleiter mit cargo-partner einig.

Von nichts kommt nichts

Boltes Karrieresprung kommt nicht von ungefähr. Der Absolvent der Deutschen Außenhandels- und Verkehrs-Akademie (DAV) ist ein wahres „Fortbildungs-Tier“. Von März 2009 bis Dezember 2014 hat er in zwölf Fortbildungen, teilweise über mehrere Monate, sein Wissen stetig verfeinert. Von Talentmanagement, Nachwuchsförderprogramm, Mitarbeiterführung und Gefahrgut-Schulung ist im Lebenslauf die Rede. Ganz zu schweigen von seinem ehrenamtlichen Engagement: Bolte ist unter anderem Vorsitzender im Prüfungsausschuss 10 und Mitglied im Prüfungsausschuss 9 für Spedition und Logistikdienstleistung der Handelskammer Bremen. Partiell wird er auch weiter als Dozent der DAV auf dem BVL Campus zur Verfügung stehen. Seinen Vorsitz der Bremer Regionalgruppe der Förderer und Absolventen der DAV (VFA DAV) e. V., mit der er seinerzeit zum Fischessen in Hamburg verabredet war, hat er indes abgegeben. „Aus dem Hamburger DAV-Netzwerk heraus gibt es aber schon erste Zeichen für neue Aufgaben“, kündigt er an.

Für 11 Mitarbeiter zeichnet der 31-Jährige seit dem 1. April in Hamburg bei cargo-partner verantwortlich. Seine zwei Gruppen disponieren unter anderem Voll- und Sammelcontainer aus ganz Deutschland. „Ich habe in meiner neuen Funktion viel Entscheidungsfreiheit“, freut sich Bolte. In letzter Verantwortung steht nur noch der Branch Manager über ihm.

Der Preis dafür? Boltes Tag beginnt früh, „derzeit so gegen kurz vor 5 Uhr“, konkretisiert er. „Ich bin gerne morgens im Büro, um die E-Mails von der Nacht und den Agenten aus Übersee zu bearbeiten, bevor das Kommunikationsfenster im Büro startet“, sagt er. „Bis 8.30 Uhr muss ich einen Überblick über mein Postfach haben und das Wichtigste an Mails rausgeschickt sein. Denn anschließend stehen meine Mitarbeiter bei mir.“ Dann folgten Problemfälle, Personalgespräche, Gespräche mit Reedereien und Unternehmern. „Wenn ich ehrlich bin, komme ich erst gegen 16, 16.30 Uhr wieder an mein E-Mail-Postfach ran.“

Antrieb gibt ihm insbesondere seine Verlobte. „Als klar war, dass der Hamburg-Job kommt, hat sie ihre Jobsuche auf den Hamburger Raum verlagert“, sagt Bolte. Fürs Protokoll: Am 29. März, also nur wenige Tage vor Boltes neuem Job, „landete“ seine Verlobte in Finkenwerder bei Airbus.

Zurzeit pendeln beide von Bremen nach Hamburg. „Praktischerweise als Fahrgemeinschaft“, sagt Bolte. „Das hat den charmanten Vorteil, dass wir auch noch morgens gemeinsame Zeit miteinander nutzen und in den Tag hineinstarten können. Abends lassen wir den Arbeitstag Revue passieren, arbeiten das Geschehene aus dem Büroalltag schon mal ab und tauschen uns über Entwicklungen aus. Und wenn wir zuhause sind, sind diese Themen auch gut durch“, beschreibt Bolte und fügt hinzu: „Ich denke immer prozessoptimiert.“ cargo-partner darf sich freuen.

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