|  30. September 2016

„Ich nehme die Fahrer als Menschen ernst“

Angesichts des zunehmenden Fahrermangels stieg der Logistikdienstleister Dachser vor zwei Jahren noch stärker in die Ausbildung von Berufskraftfahrern ein. Umgesetzt wird diese Aufgabe in den Niederlassungen von den Fuhrparkmanagern. Anja Obermüller ist eine von ihnen. Sie arbeitet bei der Dachser-Food-Logistics-Niederlassung in Hamburg-Allermöhe."Jetzt für die Logistik News anmelden"

„Ich bin der Kümmerer für alle Fahrer- und Unternehmerthemen“, erklärt die gelernte Speditionskauffrau. „Bevor es bei uns die Position des Fuhrparkmanagers gab, wurden Fahrerprobleme vernachlässigt“, gibt Obermüller zu. Das führte zu Frust und Ärger bei Fahrern, aber auch bei den Transportunternehmern. „Das Verhältnis zwischen Disponenten und Fahrern war oft angespannt. Da hat sich die schlechte Laune schon mal an der Fahrertheke entladen“, erinnert sich Obermüller. Deshalb sieht sie es als eine ihrer wichtigsten Aufgaben an, mit Fahrern wie Disponenten täglich zu sprechen. „Ich nehme die Fahrer als Menschen ernst. Das ist in unserer Branche leider nicht selbstverständlich.“

Seit 2014 ist sie Fuhrparkmanagerin, zunächst parallel zu ihrer Aufgabe als Disponentin. Mit dem Start in die Berufskraftfahrerausbildung im August 2015 wurde die Stelle der Fuhrparkmanagerin ein Ganztagesjob.

Vor drei Jahren erlangte Obermüller die Eignung als Ausbilderin. Da sie selbst den LKW-Führerschein besitzt und alle Weiterbildungsmodule absolviert hat, kann sie bei praktischen Fragen auf Augenhöhe mitreden. Sowohl Disponenten als auch Transportunternehmer haben in ihr eine feste und kompetente Ansprechpartnerin für alle Praxisprobleme. „Ich bin das Bindeglied zwischen Transportunternehmer, Fahrer, Umschlaglager und Disposition“, meint sie. (sb) Mehr lesen...

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