27. Februar 2019

BAG gewährt erstmals Zuschüsse für E-Learning

Für kleine und mittlere Logistikunternehmen, die ihre kaufmännischen und gewerblichen Mitarbeiter auf E- beziehungsweise Blended-Learning-Plattformen weiterbilden, wird die Teilnahme preiswerter. Wenn Unternehmer Güterkraftverkehr im Sinne des Güterkraftverkehrsgesetzes durchführen und Halter oder Eigentümer von zugelassenen schweren Nutzfahrzeugen von mindestens 7,5t sind, können sie ab sofort für alle derartigen Kurse Fördergelder beim Bundesamt für Güterverkehr (BAG) beantragen. Die Kölner Behörde unterstützt in der Förderperiode 2019 erstmals Weiterbildungsmaßnahmen, die auf E- und Blended Learning basieren.

Bei E-Learning lernen die Teilnehmer ausschließlich an Desktop, Laptop, Tablet oder Smartphone. Voraussetzungen für Blended Learning ist die virtuelle Verknüpfung von Lehrgangsteilnehmern und Dozenten sowie die anschließende Möglichkeit zur realen Begegnung zwischen Teilnehmern und Dozenten.

Die Unternehmen können sich einen Teil ihrer Ausgaben vom BAG erstatten lassen. Der Fördersatz ist abhängig von der Anzahl ihrer förderfähigen Fahrzeuge und der Größe ihres Unternehmens. Kleine Unternehmen erhalten Fördermittel bis zu 1.050 EUR, mittlere Unternehmen 900 EUR und andere Unternehmer bis zu 750 EUR pro ermitteltem Fahrzeug.

Die Förderhöhe ist ebenfalls gestaffelt. Sie beträgt bei kleinen Unternehmen bis zu 70 Prozent, bei mittleren Unternehmen bis zu 60 Prozent und bei anderen Antragstellern bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Genaue Informationen sind der Richtlinie über die Förderung der Weiterbildung zu entnehmen.

„Unsere Kurse auf der Plattform Spedifort erfüllen alle Fördervoraussetzungen“, betont beispielsweise Andreas Rinnhofer, Geschäftsführer des Betreibers Inn-ovativ KG. Die entsprechende Qualifikation nach AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung – Arbeitsförderung) und das Zertifikat von der Prüf- und Zertifizierungsstelle des DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V.), dem Spitzenverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften, lägen vor, versichert er. „Außerdem entsprechen die Lehrinhalte den Anforderungen der Zuwendungsvoraussetzungen der Förderrichtlinien.“

Auch Unternehmen, die auf Spedifort betriebsspezifische Weiterbildungsmaßnahmen in Anspruch nehmen, können beim BAG einen Förderantrag stellen. Gleiches gilt für Unternehmen, die bereits eine De-Minimis-Förderung beantragt haben.

Auf Spedifort können etwa 30 Kurse sowie 21 Unterweisungen gebucht werden. Das Spektrum der Weiterbildungsthemen reicht von einschlägigen ADR-Gefahrgutvorschriften über Ladungssicherung, Schadensversicherung und Kundenakquise bis zu Disposition und Zollthemen aller Art. (tof)

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