16. April 2018

25.300 Tote auf Europas Straßen

Die gute Nachricht zuerst: In der EU ist im vergangenen Jahr die Zahl der Straßenverkehrstoten im Vergleich mit 2010 um ein Fünftel zurückgegangen. Auch verglichen mit 2016 registrierten die Behörden zwei Prozent weniger tödlich Verletzte. Jetzt die schlechte Nachricht: Immer noch ließen 25.300 Menschen auf den Straßen zwischen dem Schwarzen Meer und dem Atlantik ihr Leben. Darunter viele „schwache“ Verkehrsteilnehmer: Fußgänger, Rad- und Motorradfahrer. 135.000 Personen wurden 2017 schwer verletzt. Den volkswirtschaftlichen Schaden durch medizinische Behandlung, Rehabilitation und Sachschäden beziffert die EU-Kommission auf 120 Mrd. EUR.

Mit Ausnahme von Malta (plus 46 Prozent) gingen im Vergleich mit 2010 die Zahlen der Toten bezogen auf 1 Mio. Einwohner in allen EU-Ländern teils deutlich zurück. Von 2016 auf 2017 registrierten die Statistiker die stärksten Rückgänge in Estland (minus 32) und Slowenien (minus 20 Prozent).

Trotz der hohen Opferzahl betont die zuständige EU-Kommissarin Violeta Bulc, dass die Straßen im Unionsgebiet 2017 „die weltweit sichersten“ geblieben sind. Die wenigsten tödlich Verletzten gab es in Schweden, Großbritannien, den Niederlanden und Dänemark. Die meisten Menschen – jeweils bezogen auf 1. Mio. Einwohner – ließen ihr Leben auf den Straßen in Rumänien und Bulgarien. Mit 38 Toten bleibt Deutschland unter dem EU-Durchschnitt.

Die sichersten Verkehrswege in der Union sind die Autobahnen. 8 Prozent der Opfer kamen hier zu Tode. Relativ gesehen starben die meisten Menschen (55 Prozent) auf ländlichen Straßen. (wal) 

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