|  05. Juli 2018

Englands Städte setzen Transportbranche unter Druck

Großbritanniens Städte machen Ernst mit strikteren Regeln zur Luftreinhaltung. Für LKW, die nicht dem Euro-VI-Standard genügen, wird es damit auf der Insel eng.

Die Hauptstadt London hat bereits vor einiger Zeit ein strengeres Regime angekündigt. Jetzt ziehen eine Reihe weiterer Städte nach. Unter anderem liegen Vorschläge aus Birmingham, Leeds und Southampton vor.

Ab Oktober 2020 werden im Großraum London für jene, welche die aktuellen Abgasnormen nicht erfüllen, erhebliche Gebühren von 100 Pfund am Tag fällig. Ältere LKW, die den Euro-IV-Normen nicht genügen, werden sogar mit 300 Pfund belegt. Die betroffene Fläche wird kontinuierlich erweitert.

Auch Birmingham, Leeds und Southampton legen die Latte bei Euro-VI an. Wer sie nicht erfüllt, soll auch in Birmingham und Southampton mit 100 Pfund am Tag zur Kasse gebeten werden. Noch läuft aber eine Konsultation zu den Gebühren. In Leeds hat diese Umfrage, bei der Betroffene zu Wort gekommen sind, zu einer Reduzierung auf 50 Pfund geführt.

Branchenverband zeigt sich enttäuscht

In der Branche ist die Aufregung über die geplanten Verschärfungen groß. Enttäuscht sei er, dass die Politik nicht auf die Realitäten der Branche Rücksicht nehme, sagte Duncan Buchanan, zuständig für Strategiefragen beim Verband Road Haulage Association (RHA), der die britische Transportbranche im Straßengüterverkehr repräsentiert. Die Fristen seien so kurz, dass eine Anpassung unmöglich sei. Schließlich sei die Nachrüstung älterer Fahrzeuge unmöglich, genügend Euro-VI-LKW würden gar nicht zur Verfügung stehen.

Transportunternehmen fordern eine gestaffelte Übergangsphase, in der beispielsweise Euro-V-Fahrzeuge noch länger eine Rolle spielen dürfen.

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