|  11. August 2017

Nordfrost baut Serviceangebot im Jade Weser Port aus

Der Tiefkühllogistiker Nordfrost aus Schortens investiert weiter in den Seehafen-Terminal im Containerhafen Wilhelmshaven. 80 Mio. EUR fließen in die Erweiterung des Angebots an Lagerkapazitäten in allen Temperaturstufen und ausgewählten Gefahrgutbereichen. Außerdem wird das Grundstück in der Logistikzone, das direkt an die Umschlagsanlagen des Hafens angrenzt, erweitert. Damit kann Nordfrost nach eigenen Angaben die gesamte Bandbreite der am Hafenstandort benötigten Services und Transportleistungen unter Einbindung kombinierter Verkehre abdecken. Das gelte für temperaturgeführte Lebensmittel und General Cargo ebenso wie für Schwergut und Gefahrstoffe. "Jetzt für die Logistik News anmelden"

„Der Umschlag im Jade Weser Port Wilhelmshaven ist durch das Engagement der Ocean Alliance deutlich angestiegen. Inzwischen pulsiert der Hafen förmlich“, beschreibt Nordfrost-Firmenchef Horst Bartels die aktuelle Entwicklung in Deutschlands einzigem Container-Tiefwasserhafen. Dies ist auch der Grund für eine strategischen Weiterentwicklung seines Unternehmens an diesem Standort, die 2012 mit dem Bau einer Container Freight Station begann. Bartels war stets der festen Überzeugung, dass weitere Fernostlinien zu einem Anziehen des Hafenumschlaggeschäfts in Wilhelmshaven führen würden. Dies führte Anfang März beim ersten Spatenstich für ein Tiefkühlhaus zur Ankündigung eines weiteren Lagers für General Cargo. Mit den Bauarbeiten dafür soll bereits am 14. September zeitgleich mit dem Richtfest des Tiefkühlhauses begonnen werden. Es entstehen zwei weitere Cargo-Hallen von insgesamt 20.000 m² und eine 7.000 m² große Halle für das Handling von Schwergut. Diese Halle wird mit zwei 80 t Deckenkränen und einem 5 t Kran ausgestattet.

Die Aktivitäten im Cargo Bereich wird Nordfrost in einer neuen General Cargo Division bündeln. Weichen für das operative Geschäft wurden mit der Übernahme der  Spedition Cornelssen aus Wilhelmshaven gestellt, die Planzüge einsetz und zusätzliche Zugmaschinen und Chassis für das Container-Trucking angeschafft hat. Inzwischen sind bereits 40 eigene Zugmaschinen und 70 Planauflieger beziehungsweise Chassis und Kofferzüge bei Nordfrost im Seehafen-Terminal im Einsatz. Außerdem werden weitere Fuhrunternehmen als Subunternehmer beschäftigt. Damit kann die optimale landseitige Verkehrsanbindung des Containerhafens Wilhelmshaven durch Transportleistungen in Eigenregie genutzt und gewährleistet werden.

Darüber hinaus wird das Unternehmen, das inzwischen 126 Mio. EUR in Wilhelmshaven investiert hat, künftig eine Reihe weiterer Hafen-Services in Wilhelmshaven anbieten und hat dazu ein zusätzliches Grundstück von 12 ha in der Logistikzone am Container-Terminal zugesprochen bekommen. Damit wird auch ein eigener Gleisanschluss zur Abwicklung kombinierter Verkehre möglich. Für die Bewegung, Lagerung und die Verwiegung von Containern ist bereits ein Reachstacker angeschafft worden.

 

 

 

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