06. August 2018

Rotterdam legt beim Container kräftig zu

Die Rheinmündungshäfen setzen ihr Wachstum im Containerverkehr unverändert fort. Nach Antwerpen meldet nun auch der Hafen Rotterdam für das erste Halbjahr ein kräftiges Plus. Die in den ersten sechs Monaten abgefertigten 7,077 Mio. TEU bedeuten einen Zuwachs um 415.000 TEU oder 6,2 Prozent gegenüber 2017, teilt der Hafen Rotterdam mit. Bereits vergangene Woche hatte der Hafen Antwerpen ein Plus von 8,3 Prozent bekannt gegeben.

Zum Vergleich: In Hamburg ging der Containerumschlag im ersten Quartal – die Halbjahreszahlen werden am 23. August vorgelegt  - um knapp 2 Prozent zurück. So dürften Rotterdam und Antwerpen weitere Marktanteile in der Hamburg-Le Havre-Range gewinnen. Auf Basis des ersten Quartals lag dieser für Rotterdam bei 31,2 Prozent.

Allerdings konnte der deutlich gestiegene Containerumschlag Rückgänge im Massengutbereich nicht vollständig kompensieren. So sank der Gesamtumschlag in Rotterdam im ersten Halbjahr 2018 um 2,2 Prozent auf rund 232,8 Mio. t. So gingen die Mengen an Kohle (minus 11,9 Prozent) unter anderem aufgrund der Schließung eines Kraftwerks, Rohöl (minus 7,6 Prozent) und Mineralölprodukten (minus 4,8 Prozent) zurück. Zugelegt hat der Hafen dagegen bei LNG und Biomasse.

Die jüngsten Handelsbeschränkungen hätten sich zwar noch nicht ausgewirkt, doch Importzölle und Handelsquoten auf der einen Seite und der ungewisse Ausgang der Verhandlungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich „tragen dazu bei, dass die Perspektiven für weiteres Wachstum im Welthandel unsicher geworden sind.“ Auswirkungen dürften erst nach einer gewissen Zeit spürbar werden. (la)

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